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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 551 -
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Glossar 551 kreussen:Krebse85; dementsprechend sind kreusser Krebsverkäufer. krùmpper s. unterMesserwerk Kummet (chuntt): Bügel, der um den Hals von Zugtieren gelegt wird86. Die Ordnung der Kum- metmacher(Nr.258)unterscheidetzwischeneinem lùtzenkunt (wahrscheinlicheinGeschirrmit einerdaranbefestigtenSchnur)undeinem vorkunt, also einemeinfachenHalsbügel87. Kumpf (kumph): tiefes, meist hölzernes Gefäß, in diesem Zusammenhang vielleicht der Walktrog eines Tuchmachers bzw. Tuchbereiters, denen es ebenso gestattet war, bestimmte Tuche herzu- stellen (Nr.61)88. Kurbauner: stellten wahrscheinlich Spannen für Armbrüste her89; eine andere – unwahrscheinli- che–DeutungsmöglichkeitbringtsiemitderVerfertigungvonGegenständenausCorduanleder, alsoBock-undZiegenleder, fürdie gehobeneOberschicht inVerbindung90. D,T Tändler:Händler, die vorwiegendgebrauchteGegenständeverkauften91. tangrassèch:Tannenreisig92. Daufel (taufel): dünnesHolzbrett93. Degen s.unterMesserwerk Deichselgeschirr:Lederwerk,dasdazudient, diePferde einzuspannen94. Derr: auchDörr;TaglohnohneKostundTrunk95. Diebsscherge (deupschering): gehörte zum Personal des→Stadtrichters, verwahrte die Beschuldig- tenund folterte sie auchunterUmständen96. Diele (dylle):Brett97. tilitz s. unterMesserwerk Tischmesser s. unterMesserwerk Töpfe (heven): – eysendachtein heven: Töpfe, die aus einem mit Graphit gemischtem Ton hergestellt wurden (Ei- senton). Der Vorteil dieses Verfahrens lag darin, dass die Töpfe an Stabilität und Festigkeit gewannen; dadurch und auch durch das äußere Erscheinungsbild konnte ein Vergleich zum Eisengeschirr gezogenwerden,wodurch sichdieBezeichnungherleitet98. – gefirneist heven: Töpfe,diemit einerbestimmtenÜberzugsmasse (Firnis) beschichtetwurden99. – gemaineheven: reduziertgebrannteGrau-undSchwarztontöpfe,beiderenHerstellungkeinGra- phitbeigemengtwurde100. 85 BWB2 1 (1872)1359. 86 DWB 11 (1873)2610f. 87 F   ,Beiträge247. 88 DWB 11 (1873)2611f. 89 U     ,Gewerbe651;C     , LexikonWien5201 (unter: Seitzergasse). 90 F   ,Beiträge235f. 91 U     ,Gewerbe734. 92 DWB 21 (1935)115. 93 DWB 2 (1860)844. 94 DWB 5 (1897)3886–3895,bes. 3890. 95 DRW 2 (1932–1935)1074. 96 P     ,Ratsbürger23. 97 DWB 2 (1860)1099–1102. 98 V  W      -M       ,Beiträge560;N      ,Bodenfund21. 99 F          -S       ,Überblick22. 100 N      ,Bodenfund21.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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