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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 562 -
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562 Glossar Rotgerber s.Lederer Rotschmiede:Messingschmiede234. Runse (runnssen): ein Bach oder Rinnsal, von „rinnen, fließen“; auch der Flusslauf bzw. das Flussbett235. Rupfen (ruphen): grober Leinwandstoff, der aus Werg, also den beim Zurichten des→ Flachses abfallenden,kürzerenFasern,hergestelltwird236; s. auchZwillich. S Säbel s. unterMesserwerk Salzer: Verkäufer des auf der Donau angelieferten Salzes; die Befugnis für die Ausübung dieses Ge- werbes erlangte man durch Hausbesitz (meistens in der Rotenturmstraße, am Salzgries oder am Rabensteig)237. sarwurher, sarburher s.Brünner Schachtelmacher (scatlmacher):Verfertiger vonhölzernenSchachteln238. schachtzagel: auch schachzabl, alteBezeichnung fürdasSchachbrett239. Schäffler:Hersteller vonBottichen, auchFassbinder240. Schaff: einobenoffenesGefäß,meist fürFlüssigkeitenverwendet (Schöpfgefäß)241. Schaubhut (scheibenhut): großer, runder Hut aus feinem Stroh und mit einem breiten, nach unten gezogenenRand242. Schenkstuhl (schennkhstuel): wahrscheinlich ein Schanktisch, eine Kredenz, in der unter anderem auchWertgegenständeaufbewahrtwerdenkonnten243. scheptuch: sehr feines Tuch, nach Perpignan (Purpian tuch) und vor allem nach London (Linndisch tuch)benannt;derAusdruckhängtwohlmitderLieferungperSchiff (schep/scheff, alsoeigentlich Schifftuch) zusammen244. Scherwolle: abgeschorene Wolle, die Flocken, die beim Scheren vom Tuch hinunterfallen245; s. auchFlocke. Schetter: gesteifteLeinwand246. Schilter: Hersteller von Schildern im Allgemeinen, häufig auch für den Bildschmuck derselben zuständig. Im HWOB werden die Schilter deswegen in der Regel in einem Atemzug mit den Malern genannt und erhalten mit diesen auch gemeinsame Ordnungen (Nr.150, 151)247; s. auchStechzeug. Schlaftrunk (slaftrinkchen):Trunk,der vordemSchlafengeheneingenommenwird248. Schmerber: Schmalz-,Talg-,→Unschlitt- undSpeckhändler249. 234 DWB 14 (1893)1314. 235 A      ,Wörterbuch31215; DWB 14 (1893)1522f. 236 BWB2 2 (1877)132;WeistümerOÖ5, ed.H        –L      –F    359. 237 C     , LexikonWien536. 238 DWB 14 (1893)1965. 239 DWB 14 (1893)1967f. 240 DWB 14 (1893)2035. 241 DWB 14 (1893)2013–2016. 242 DWB 14 (1893)2301. 243 S    ,Nahrungs-undGenußmittelpolitik26. 244 BWB2 1 (1872)1488;E    , Preise1241. 245 DWB 14 (1893)2595. 246 DWB 14 (1893)2603. 247 DWB 15 (1899)126f. 248 DWB 15 (1899)311f. 249 C     , LexikonWien5106.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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