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Handwörterbuch der Philosophie
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128 Denken. regulierenden Willens ist, welcher Assoziation entnimmt, was dem Denken für seine ist, und zurückweist, was ihm störend ist. Das D. ist eine Leistung der aktiven Apperzeption d.), es ist subjektive, selbstbewußte, beziehende Tätigkeit. Es wird von einem der „diskursiven beherrscht und schon an der Anschauung ein. Die Merk- male des logischen Denkens sind Evidenz (s. d.) und Allgemeingültigkeit; kommt ihm nur als zu. Das Denken ist dem Sein konform; die Gegenstände selbst liefern das Denkmaterial. Die Denkfunktionen sind die Hilfsmittel, mit denen wir die realen Beziehungen der sym- nachbilden (Grundr. d. 1900, S. 301 ff.; Grundz. d. phys. Psychol., 1903, III5, ff.; System d. Philos. 1907; Logik 1906). Nach N. ACH wird durch die „determinierenden Tendenzen", die von der ausgehen, der Gedankenverlauf bestimmt (Über d. Willenstät. und Denken, 1905). Auf bloßer Assoziation (s. beruht das Denken nach ZIEHEN (Leitfad. physiol. Psychol.2, S. 171, 9. A. 1911), FLECHSIG, RIBOT 1897), (Psychol. du raisonnement, 1886), J. MILL, U. a. — Aus dem Gefühl leiten das D. ab HORWICZ, TH. U. a. Die biologische, dem Leben und dessen Erhaltung sowie dem Rolle des Denkens betonen AVENARIUS, MACH (S. Ökonomie), . NIETZSCHE, JAMES, F. C. S. SCHILLER (Humanismus, deutsch 1911), nach dem es zielstrebig ist, bestimmten Bedürfnissen und Interessen dient, u. C. BRUNNER, BERGSON U. a. unterscheiden das der Praxis des Lebens {vgl. Pragmatismus) dienende Verstandesdenken von der Erfassung der Wirk- lichkeit durch das geistige Denken bzw. durch die „Intuition" (s. d.). Nach VAIHINGER ist (wie nach STEINTHAL, Einleit. in die Psychol., 1871, LOTZE, SIGWART, WUNDT U. a.) das D. eine organische, zwecktätig wirkende Funktion Philos. d. Als ob, 1911, S. 1 ff.). Der Zweck des D. liegt in der einer objektiven sondern in der „Ermöglichung der Be- rechnung des Geschehens und des auf das letztere". Das DV be- arbeitet das Empfindungsmaterial bedient sich verschiedener Kunstregeln (s. Fiktion), um es zu beherrschen, es kommt auf Umwegen Ton Empfindungen zu anderen Empfindungen, ist nur ein Mittel, nur ein Über- gang von der Anschauung zur Anschauung. Durch seine Zutaten, Fiktionen es die Wirklichkeit zum Zwecke ihrer leichteren Berechnung und Beherrschung (1. c. S 290 ähnlich MACH, BERGSON U. a.; vgl. Kategorien, Daß Denken und Sprechen sind, lehren HAMANN, M. MÜLLER, MAUTHNER U. a. (s. Sprache). Betreffs Experimente das D. vgl. A. MESSER (Experim.-psychol. über d. Denken, f. d. gesamte Psychol. VIII, 1906; Empfinden u. Denken, 1908) u. a. (Würzburger Schule: KÜLPE, BÜHLER U. a.; s. Urteil: MARBE). Betreffs des „emotionalen" Denkens vgl. besonders H. MAIER (Psychol. des emotionalen Denkens, 1908). Die Psychologie des e. D. untersucht die in den emotionalen wirksamen logischen Funktionen und Betätigungen des Gemütszustände sich Denkens (vgl. Gefühl). — Vgl. LOTZE, Logik, 1891; DÜHRING, Logik, 1878, Grundr. d. Erkenntnistheor. u. Logik, 2. 1910; REHMKE, Allgem.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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