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Handwörterbuch der Philosophie
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Dialektiker — Differenzierung. Dialektiker dialectici) heißen 1. die „Megariker" (s. d.), 2. viele Scholastiker (s. d.). Diallele heißt der Zirkelbeweis (s. auch diejenige Defi- welche das zu Definierende in anderer Form selbst zur Erklärung heran- zieht. Vgl. Circulus. Dianoetik die Denkkraft): Denklehre; bei LAMBERT, SCHOPEN- HAUER: Dianoiologie. Über die „dianoetischen Tugenden" vgl. Tugend (ARISTOTELES). Diätetik Lebenskunst, Lehre vom richtigen, zweckmäßigen {physischen oder geistigen) Leben. Vgl. FEUCHTERSLEBEN, Diätetik der Seele, 1838; auch in der D. der Seele, 1873; H. v. STEIN, Zur Kultur d. Seele, 1906. — Vgl. Lebensphilosophie. Zweiteilung, zweigliedrige Einteilung (s. d.). Vgl. WUNDT, Logik II8, 1907, S. 62 ff. Vereinigung von Vorstellungen zu einem einheitlichen Ganzen, einem Begriff. Dieser Ausdruck kommt im 18. Jahrhundert öfter vor (vgl. G. F. MEIER, Metaphys., 1755 f., III; Psychol., § 587 f.). Nach TETENS stellt die Seele durch ihr „Dichtungsvermögen" aus mehreren Vorstellungen neue Vorstellungen her (Philos. Versuche über d. menschl. Natur, 1776 f.). Vgl. Phantasie. Dictum de omni et (Satz von Allem und Keinem) ist das logische Prinzip, nach das, was vom Allgemeinen, von der Allheit gilt, auch dem Besondern, Einzelnen zukommt, und was Keinem zukommt, auch nicht vom Besondern gelten de valet, valet de quibusdam et singulis; quidquid de valet, de quibusdam vel singulis valet." Jedem Subjekt kommt das Prädikat seiner Gattung zu. Das ,,d. d. o. e. n." ist das Grundprinzip des Schließens. Hierher auch die Formel: „nota notae est nota rei ipsius, repugnans notae repugnat rei (Das Merk- mal des Merkmals ist auch ein Merkmal des Dinges, das dem Merkmal Wider- sprechende ist auch mit dem Dinge nicht vereinbar). Vgl. ARISTOLES, goriae 3, 1 b 10); CHR. WOLFF, Philos. rational. § 346 f.; LAMBERT, Organon I, Vorrede (L. fügt das „d. de diverso, de exemplo, de hinzu); J. ST. MILL, System d. Logik, 1874, II, K. 3 (nach M. wird vom Besondern aufs Be- sondere geschlossen); COHEN, Logik, 1902, S. 176. Differential s. Infinitesimal, Unendlich. — Daß das mathematische D. eigentlich nur eine zweckmäßige Fiktion ist, betont VAIHINGER, Die Philos. des Als ob, 1911. Differentialpsychologie s. Individualpsychologie (L. W. STERN). Differenz (differentia, Verschiedenheit, Unterschied (s. d.). Unterschieden wird generische D. („differentia generica, spezifische D. („d. diacpogd ARISTOTELES, Top. VI 6, 143 b 8), welche in der Regel für die Definition (s. d.) verwendet wird, numerische D. („d. numerica"), d. h. der Inbegriff der Merkmale, durch welche sich verschiedene Individuen einer Art unterscheiden. Differenzierung die Entstehung von Verschiedenheiten
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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