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Handwörterbuch der Philosophie
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148 Dominierend — Dominierend (vorherrschend) sind bestimmte psychische Elemente in Verschmelzungen (s. d.) und (s. d.). Vgl. WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol., 1903, III8, 256 ff. („Doppeltes Bewußtsein", „double conscience", de deux personnes") ist die ausnahmsweise stattfindende Spaltung Persön- lichkeit in zwei (oder auch mehrere) Ichinhalte, in zwei oft ganz verschiedene, konträr sich verhaltende Persönlichkeiten, bzw. die Gliederung des Bewußtseins in zwei verschiedene Sphären. Nach DESSOIR die Persönlichkeit aus mindestens zwei deutlich trennbaren Sphären zusammengesetzt, die jede für sich durch eine Erinnerungskette zusammengehalten wird. „Wir tragen eine verborgene Bewußtseinssphäre in uns, die, mit Verstand, Empfindung, Willen begabt, eine Reihe von Handlungen zu bestimmen fähig ist. Das gleichzeitige Zusammensein beider Sphären nenne ich Doppelbewußtsein" (Das 1896, S. 1, 11, 79 f.; Das Unterbewußtsein, 1909). Die Spaltung der Persönlichkeit tritt in hypnotischen und manchen „spiritistischen", auch in direkt pathologischen Zuständen auf, wo periodisch das eine „Ich" mit dem andern abwechselt. Vgl. SCHRENCK-NOTZING , Über Spaltung Persönlichkeit, 1896; STÖRRING, Psychopathologie, 1900, ff.; PIERRE JANET, 1894; RIBOT, Les maladies la person- 1885, S. ff.; Les de la pers., 1892; K. OESTER- Die Phänomenologie des Ich, 1910; F. AZAM, Hypnotisme, double con- science et de la R. HENNING, Zeitschr. f. Psychol. 49. Bd.; A. RENDA, La dissociazione 1905; C, SABATIER, Le du- plicisme 1906. — Vgl. Unterbewußt, Dissoziation, Ich. Doppelte s. Wahrheit. Donte s. Zweifel (DESCARTES). Drittes Reich heißt öfter die Sphäre des Ideellen, Gedachten, der „idealen Geltungen", das System geltender Urteils- und Wertgehalte, der all- gemeingültigen, vom einzelnen Denken unabhängigen Relationen als objektiver Denkinhalte im Unterschiede von den physischen, realen Existenzen und den psychischen Vorgängen und Akten, in welchen die „idealen Bedeutungen", die Wahrheiten und Werte erfaßt werden (HUSSERL, SIMMEL, RICKERT U. a.; vgl. hingegen JERUSALEM, Der kritische Idealismus, 1905, S. 223). Vgl. Wahr- heit, Wert. dangen sind Empfindungen aus der Sphäre des „all- gemeinen Sinnes", des Tastsinnes (s. d.) im weiteren Sinne. Ausgelöst sie (in der Haut, den Muskeln, Gelenken usw.) Druck, Stoß u. sie sind Zeichen für Widerstände, welche das gereizte Organ erfährt, und von den eigentlichen Tast- oder Berührungsempfindungen nur graduell unter- schieden. Qualität ist abhängig von der Beschaffenheit der drückenden Objekte, welche je nachdem als rauh, glatt, hart, weich usw. empfunden werden; auch ist ihre Beschaffenheit durch die gereizten Stellen der Haut be- stimmt („Lokalzeichen", s. d.). Hautstellen, die für Druckempfindungen be- sonders empfindlich sind, heißen „Druckpunkte" und dies führt zur Annahme besonderer Drucknerven; jedenfalls münden in die (Tastkörperchen, Vater-Pacinische Körperchen) Hautnerven. Die Intensität der Druckempfin- dungen ist abhängig von dem Reize, aber auch von der Hautstelle und der
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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