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Handwörterbuch der Philosophie
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- E. Dyas Zweiheit als Prinzip des Seins gedacht, so bei den (Diog. Laert. VIII, 25), PLUTARCH von Chäronaea, SCHELLING (W. W. 236). Vgl. Zahl. Dynamiden nennt REDTENBACHER Atome, die von mit abstoßenden Kräften umgeben sind. E. v. HARTMANN versteht unter einer D. das „System aller gleichzeitigen und potentiellen Kraftäußerungen mit gleichem Durchschnittspunkt" (Die Weltansch. d. modernen Physik, 1902, 8. 206 f.). Dynamik Lehre von bewegenden Kräften und von den Gesetzen der durch sie hervorgerufenen Bewegungen. Es gibt auch eine Lehre von den psychischen Kräften und deren Leistungen (Psychische Dynamik: HERBART, U. a.), wobei aber als psychische Kräfte Strebungen, Willenstendenzen anzusehen sind, ferner eine soziale D. (vgl. Soziologie). Vgl. KAHANE, Grdz. der Psychodynamik I, 1912. Vgl. Statik. Dynamis s. Potenz, Vermögen, Möglichkeit. Dynamismus oder dynamische oder Naturauffassung ist die Zu- alles Seins, aller Dinge auf Kräfte (s. Kraft), alles Geschehens auf das Wechselspiel von Kräften, wobei diese letzteren zuweilen als etwas Psychisches, als etwas der Willenskraft Analoges gedacht jedenfalls läßt sich an- nehmen, daß dem, was wir durch äußere Erfahrung und denkende Verarbeitung derselben als reale Kräfte bestimmen, etwas unserem seelischen „Innensein" Analoges entspricht (vgl. Voluntarismus). In diesem Sinne lehren dynamistisch LEIBNIZ, HERDER, GOETHE, SCHELLING, SCHOPENHAUER, LOTZE, ULRICI, J. H. FICHTE, FORTLAGE, ED. V. HARTMANN, FECHNER, HAMERLING, NIETZSCHE, WUNDT, RATZENHOFER, M. MECHANIK, KÜHTMANN, J. SCHULTZ U. a. Dyna- mistisch fassen die Atome (s. d.), bzw. die Materie (s. d.) auf LEIBNIZ, CHR. WOLFF, KANT, BOSCOVICH, AMPERE, SCHELLING, OERSTEDT, FECHNER, E. V. HARTMANN, V. SCHNEHEN, WUNDT, J. SCHULTZ (Die Bilder von der Materie, 1905) u. a. Vgl. A. H. LLOYD, Dynamic Ideaüsm, 1891; ED. v. MAYER, Die Lebensgesetze der Kultur. Ein Beitrag zu einer dynamischen Weltanschauung, 1904; F. MAACK, Die Weisheit von der Weltkraft, 1897; Metaphysik, 1888 ff. — Vgl. Atom, Kraft, Materie, Energie, Körper. Dynamozoismus nennt M. MECHANIK seine Lehre von der mit Be- wußtsein und Willen begabten Weltkraft (Marsiana, 1909). Dynamogen: Kräfteauslösend. D. sind nach CH. FERE U. a. die Empfindungen (Sensations et mouvements, 1877, S. 51). Dyskolie s. Eukolie. Lehre vom Unzweckmäßigen in der Natur (HAECKEL,. Welträtsel, 1899, S. 306 ff.). Vgl. Teleologie, Zweck. E. E 1. Symbol für das allgemein verneinende Urteil e, sed von der Form: Kein S ist P (vgl. Negation); 2. Symbol für die Emp- findlichkeit (s. d.) gegenüber einem Reize. — Unter versteht R. NARIUS jeden „der Beschreibung zugänglichen Wert, sofern er als Inhalt einer
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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