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Handwörterbuch der Philosophie
Seite - 163 -
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Elische Schule Empfindlichkeit. 163 gegen KANT). Unter Eleutheronomie versteht KANT das „Freiheitsprinzip der inneren Gesetzgebung" (Metaphys. d. Sitten II, Vorrede). Schule : die philosophische Richtung des Sokratikers PHAEDON von und seines Schülers MENEDEMOS. Vgl. Tugend. Emanation (emanatio, heißt, metaphysisch, das Hervorgehen eines niederen, weniger vollkommenen Seins aus einem höheren, vollkommeneren Prinzip, welches selbst hierbei unverändert, unvermindert bleibt, nicht in das Emanierte eingeht (im Unterschiede von der „Evolution"). Eine Emanationslehre oder einen vertritt unter den Philo- sophen zuerst (nach Ansätzen bei PLATON, U. a.) PLOTIN. AUS dem göttlichen „Einen" (ev), dessen Fülle gleichsam überströmt gehen die verschiedenen Seinsstufen (der „Geist", die „Idee", die Seele, die Körperwelt) hervor, durch eine Art der Ausstrahlung mit abnehmenden Graden der Vollkommenheit bis herab zur Materie (Enneaden V, 1, 3; 2, 1; 7, 9). Hierbei bleibt der Urgrund unverändert (VI, 4, 3). Nach JAMBLICHOS emanieren aus dem das „Eine", aus diesem die „intelligible aus dieser die „intellektuelle voegög) mit dem Geist (vovg), aus diesem die Seele und aus dieser die Sinnenwelt; nach ist die Reihe der Emanationen: Urgrund, Henaden (s. d.), Triaden (s. d.), Hebdomaden (s. Seele, Materie. Emanatistisch lehren auch andere im Mittelalter: DIONYSIUS AREOPAGITA, JOH. SCOTUS ERIUGENA (S. Gott, Theophanie), ALFARABI, die spätere (s. d.), z. T. ECKHART U. a.; später NICOLAUS CUSANUS (vgl. De docta ignorantia II, 4; 27), J. BÖHME, R. FLUDD U. a. Nach LEIB- NIZ sind die Monaden (s. d.) „Fulgurationen" Gottes, aus dessen Einheit sie ausfließen („effluunt", Opera ed. Erdmann, 147 An Stelle der „Emanatiohstheorie" des Lichtes (NEWTON) trat bald die „Vibrationstheorie" (FRESNEL U. a.) und später die Theorie (MAXWELL, HERTZ U. a.). In der heutigen Lehre von der „Radioaktivität", den u. wird die Newtonsche Emanationstheorie z. T. er- neuert. Nach (Die E. der psych. Energie, 1908) u. a. geht vom Gehirn eine aus, welche angeblich (auf Papier) fixiert werden kann und Sen- sitiven das Ablesen von Gedanken anderer gestatten soll. — Vgl. Gott, Pro- Intelligibel, Weltseele, Geist. in überragender, höherer Weise, z. B. betreffs des Besitzes einer Vollkommenheit. Emotion: Gemütsbewegung (s. d.), Affekt (s. d.), Emotional: ge- fühlsmäßig, auf das Gefühl (s. d.) bezüglich. Vgl. JAMES, Psychol., 1891, S. 373 ff.; RIBOT, Psychol. des 1896, S. 92 ff.; H. MAIER, Psychol. des emotionalen Denkens, 1908 (s. Denken). Vgl. Intuitionismus, Bedürfnis. Empfindlichkeit bedeutet 1. im älteren, engeren Sinne die Disposition zu leichter Erregbarkeit von Affekten, etwa zum Zorn (CHR. WOLFF, Vern. Gedanken über Gott . . . I, § 478); 2. im neueren Sinne die Sensibilität (s. d.), die Fähigkeit zu empfinden, insbesondere aber die Feinheit des Empfindens im Verhältnis zur Größe des Reizes (oder Reizunterschiedes), zu der sie sich umgekehrt verhält und durch die sie gemessen wird; je 11*
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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