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Handwörterbuch der Philosophie
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Empfindung. n. a., auch SPENCER, nach welchem sie die subjektive Seite der Gehirnerregung ist (so auch FECHNER, HÖFFDING, JODL U. a., vgl. Identitätstheorie), ferner WUNDT. Empfindungen sind die „Elemente des objektiven Erfahrungsinhaltes"; „reine" E. sind ein Abstraktionsprodukt. Jede E. ist ein „intensives Die Qualitäten (s. d.) der E. sind gleichförmig oder mannigfaltig, ein- oder mehrdimensional; das System der Intensität (s. d.) innerhalb einer Qualität ist ein gradliniges die E. eigentlich erzeugt, ist nicht die Bewegung, sondern das Innensein derselben, welches selbst psychischer Art ist (wie FECHNER, PAULSEN U. a.; Gr. d. Psychol.5, 1900, S. Grdz. d. phys. Psychol. I6, 1908, 409 ff.). VgL PREYER, Elemente der reinen 1877. Auf Empfindungen CZOLBE, ZIEHEN, MACH, MÜNSTERBERG n. a. alles Psychische zurück; nach letzterem ist die E. „derjenige einfachste Bestandteil der Wahrnehmung, der noch in noetischem Verhältnis zu Bestand- teilen des Wahrnehmungsobjektes steht". Nach der „Aktionstheorie" ist die E. dem „Übergang von der Erregung zur Entladung im Rindengebiet" zuge- ordnet (Grundz. d. Psychol. 1900, I, 310, 531, 549). Als „physisch" bestimmen die Empfindungsinhalte (im Unterschiede von den geistigen Akten) F. BRENTANO (Psychol. I, 1874, 103 ff.) u. a. Nach gehören die E. zu den „vitalen Vorgängen" (Naturphilos. Vorles., 1908, S. ff.; vgl. Impression); ähnlich v. D. PFORDTEN ; vgl. unten STUMPF. Als Elemente der Dinge selbst (s. Objekt) betrachten die E. BERKELEY, HUME, J. ST. MILL, SCHUPPE U. a. Nach CLIFFORD sind sie „Dinge an (Von der Natur der D. an sich, 1886, S. 42 ff.; vgl. Mind-Stuff). — Nach E. MACH erzeugen nicht die Körper (s. d.) E., sondern Komplexe von „Ele- (Farben, Töne, Härten usw.), welche nur ihrer Abhängigkeit von Sinnesorganen nach „Empfindungen" heißen, also sonst keine subjektiven Zu- sein sollen, bilden die Körper. Diese „Elemente" existieren auch unab- hängig vom Subjekt, in unpersönlichen Verbänden zur Analyse d. Empfind.4, 1903, S. V, 14 ff.; Erkenntnis u. Irrtum, 1906, S. 8 f.). Ähnlich lehren R. AVENARIUS (Krit. d. reinen Erfahrung 1888/90, II, und auch J. PETZOLDT (Das 1906; 2. A. 1912), („reduzierte Emp- sind das Objektive, 1907, S. 32 f., 101 ff.), VERWORN U. a. Auch nach VAIHINGER besteht das Wirkliche aus verbundenen Empfindungen (Die Philos. des Als ob, 1911); C. SCHNEIDER, Vitalismus, 1903. — Nach OSTWALD empfinden wir nur Unterschiede der Energiezustände gegenüber unseren Sinnesorganen. — Gegen den monismus" polemisieren KÜLPE, WUNDT, EWALD, HÖNIGSWALD, BUZELLO u. a. — Vgl. HERDER, Vom Erkennen u. Empfinden der menschL Seele, 1778; VOLKMANN, Lehrb. d. Psychol., I*, 1894/95, 212 ff.; HORWICZ, Psychol. Analysen, 1872 ff., I, 306, 358 (Ableitung der E. aus dem Gefühl; ähnlich ZIEGLER, B. ERDMANN, JERUSALEM U. a.); UPHUES, Psychol. d. Er- kenntnis JODL, Lehrb. d. Psychol. 1909; EBBINGHAUS, Grdz. Psychol., 1905, I, 10 ff.; MEINONG, Vierteljahrsschr. f. wissensch. Philos. XII bis WITASEK, Zeitschr. f. Psychol. d. Sinnesorgane, ZIEHEN, Leit- faden d. physiol. Psychol.2, 1893, S. 85 ff., 9. A. 1911; N. SYRKIN, Empfindung u. Vorstellung, 1903; A. MESSER, u. Denken, 1908; J. PAULSEN, Problem d. Empfindung, 1907; SEMON, Die mnemischen Empfindungen, v. D. PORTEN, Das Entstehen von Empfindung u. Bewußtsein, FRISCH-
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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