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Handwörterbuch der Philosophie
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170 — Energie. schränkt aber alle Erkenntnis auf die Grenzen der Erfahrung (s. d.) ein. Einen kritischen oder „rationalen" E. vertreten HERDER, GOETHE U. a., später BENEKE, UEBERWEG, F. GRUPPE, FEUERBACH, KNAPP, E. DÜHRING, C. GÖRING, E. LAAS, JODL, CASPARI, JERUSALEM, zum Teil auch WUNDT, PAULSEN, HÖFFDING, HODGSON, R. ADAMSON, W. JAMES („radi- kaler" E.; S.Pragmatismus, Humanismus) u. a. Einen „positivistischen" E. vertreten J. ST. MILL, A. AVENARIUS, MACH, R. PETZOLDT, H. CORNELIUS, H. GOMPERZ nach welchem die Formen der aktiven Erfahrung Gefühle sind; Weltanschauungslehre, 1908, I, 293) u. a. (vgl. Empiriokritizismus). Einen kritisch-idealistischen „Empirismus" vertritt S. HESSEN (Individuelle Kausalität. Studien zum trans- zendentalen E., 1909; Kantstudien, Ergänzungsheft XV). — Vgl. OPZOOMER, Handbuch der Logik, 1852; W. JAMES, Essays in radical 1912. Vgl. Erfahrung, A priori (SPENCER, L. STEIN U. a.), Raum, Zeit, Kategorien, Axiom, Mathematik, Kritizismus, Positivismus, Angeboren, Form. Empyreum feurig) heißt der Feuerhimmel, der den äußersten des Universums bildet (PATRITIUS U. a.), der oberste Himmel (THOMAS, theol. I, qu. 61 ff.; DANTE, Parad. 30 ff.). himmlisch. continuatio): Fortdauer. Vgl. Entelechie. Endlich ist, was in Raum und Zeit oder der Kraft nach begrenzt ist, was Anfang und ein Ende hat, was durch andere Dinge begrenzt, beschränkt ist (s. Nach SPINOZA, SCHELLING, HEGEL U. a. hat das Endliche als solches, das Veränderliche, Begrenzte, keine absolute Realität und Wahrheit, die nur dem Unveränderlichen, Unendlichen, Ewigen zukommt. VgL C. KRAHE, Zur Terminologie des Endlichen u. Unendlichen, „Natur u. Offen- barung", Bd. 54, 1908. Vgl. Anzahl. Endoxa Annahmen als Wahrscheinlichkeitsgründe (vgl. TELES, Top. I, 1). Endursache, Endzweck s. Zweck. Energetik: 1. Energielehre; 2. energetische Natur- oder alles Seins und Geschehens auf Energie (s. d.). Die „quali- tative" E. nimmt als das Ursprüngliche qualitativ verschiedene Energien (Licht-, Wärme-, mechanische u. a. Energie) an HELM u. a.). Energetisch: von der Natur der Energie, den Charakter der Energie und Energiebetätigung Früher bedeutete „energetisch" die Wirksamkeit der „Form" („ener- est forma, quia ab oritur operatio", MICRAELIUS, Lex. philos., Sp. 381). Einen „energetischen Idealismus" vertritt F. J. SCHMIDT (Der philos. Sinn, Programm des energet. Idealismus, 1912). Vgl. OSTWALD, Die Überwind. d. Materialismus, 1895; Vorlesungen über Naturphilos., 1901: 3. A. 1905; Die Energie, 1908; Energetische Grundlagen d. Kulturwissenschaft, 1908; Die Philos. der Werte, 1912; L. GILBERT, Neue Energetik, 1911; G. HELM, Die E. nach ihrer geschichtlichen Entwicklung, 1898; A. REY, le 1907; GOLDSCHEID, Höherentwicklung u. Menschenökonomie I, 1911. Energie energia, operatio) bedeutet 1. früher: Wirksamkeit, Wirklichkeit, Verwirklichung der Potenz durch die Tätigkeit der „Form" (die
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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