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Handwörterbuch der Philosophie
Seite - 174 -
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174 — Entelechie. So auch WUNDT, nach welchem die Empfindungsqualität durch die vorgänge in den Sinnesorganen bedingt ist und jene „in Linie von der Beschaffenheit der physikalischen Sinnesreize und erst in zweiter von der durch die Anpassung an diese Reize entstehenden Eigentümlichkeiten der Auf- nahmeapparate abhängen" (Grundr. d. Psychol.6, 1903, S. 51 ff.). Vgl. WEIN- MANN, Die Lehre von den spezif. Sinnesenergien, 1895. Vgl. Qualität. Energismus ist die Bewertung der Tätigkeit, der zweckvollen betätigung, nicht des Genusses oder Glücksgefühls als höchstes Gut Vgl. Sittlichkeit, Energie. Enge des Bewußtseins of the consciousness": LOCKE,. Essay concern. II, K. 10, § 2) ist die Beschränktheit des Be- wußtseins auf eine geringe Zahl gleichzeitiger Inhalte (etwa 6 einfache 6 Punkte). Es gibt auch eine „Enge der Aufmerksamkeit" (KREIBIG, Die Aufmerksamkeit, 1897, S. 14 f.). Vgl. WUNDT, Grundz. d. phys. Psychol. 1903. Vgl. Umfang. Engel heißen immaterielle, geistige zwischen Gott und Menschen, geschaffen, aber unvergänglich, mit Intellekt und Willensfreiheit begabt. Sie bilden eine Rangordnung: Throni, Cherubim, Seraphim; nationes, Virtutes, Potestates; Principatus, Archangeli, Angeli circa nos (vgL MICRAELIUS, Lex. philos., 1653, Sp. 108 f.). Engel gibt es nach dem Judentum, Christentum, nach PHILO JUDAEUS, ORIGENES, den Scholastikern u. a. — FECHNER vergleicht die von ihm angenommenen „Gestirngeister" mit den Engeln 1906). Engramm nennt R. SEMON die bleibende Veränderung (Spur, Dis- position), die eine Erregung in der organischen Substanz bei partieller Wiederkehr derjenigen energetischen Situation, die vormals „engraphisch" ge- wirkt hat (in Gestalt von Original- oder von „mnemischen" Erregungen), wird das E. „ekphoriert", und es kommt zur Reproduktion (s. d.) der früheren Er- scheinung (Die 1908; Die mnemischen Empfindungen, 1909). VgL Gedächtnis, Mneme, velatus, „Der Verhüllte"): Name eines Trugschlusses des EUBULIDES (Diog. Laert. II, 108). Man Kannst du deinen Vater erkennen? Ja. Erkennst du diesen Verhüllten? Nein. Es- ist dein Vater und du kannst also deinen Vater nicht erkennen (vgl. Vita auctor. 22). Ähnlich ist die „Elektra". substantives Sein, Seiendes, Wesen, Ding. s. Kabbala. Entartung (Degeneration): Verfall einer Art, eines Individuums, Ver- kümmerung von Organen und organischen Kräften. Nach NIETZSCHE die Wertung Tugenden (Mitleid usw.) auf einer E. Vgl. W. HIRSCH, Genie und Entartung, 1894; P. MOEBIUS, Über E., 1900; NORDAU, E.8, 1906. was das das Vollendete, Vollkommene- oder das xeXog, das Ziel, die Vollendung in sich hat) nennt ARISTOTELES (s. d.) als Verwirklichung, Vollendung des Potentiellen, als
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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