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Entwicklung. 181
E. WARMING, WETTSTEIN, PFEFFER, ROUX (Begriff der „funktionellen An-
passung", s. KASSOWITZ Leben, Seele, 1908),
P. KAMMERER U. a., DELPINO, COPE, J. LE CONTE, MONTGOMERY, LE DAN-
TEC, VIGNOLI, DEKKER, (Der Deszendenzgedanke, 1903), BUNGE,
KOHNSTAMM, J. G. VOGT (Lehre vom A. PAULY (Darwinis-
mus und 1905, s. Leben, Zweck), R. FRANCE (Der heutige
Stand der Darwinschen Frage, 1907), A. WAGNER (Geschichte des Lamarckis-
1909) u. a. Psychische oder doch innere, aktive
Faktoren der E. nehmen auch an: FECHNER (Ideen zur
der Organ., 1873), GUYAU, DURAND DE GROS, FOUILLEE (Der
der Kraftideen, 1908, S. 360 ff.), JODL, L. W. STERN (Person u. Sache, 1S06,
I, 331 ff.), F. ERHARDT, NIETZSCHE, HAMERLING, PAULSEN, E. V. HART-
MANN (Philos. des Unbewußten, 1904, III10, 331 ff.), WUNDT, nach welchem
die Selektion nur ein „Hilfsprinzip" ist, die funktionelle Übung eine große
Rolle spielt und der „Wille" die Triebkraft schon der organischen E. ist,
welche die Vorstufe der geistigen E. ist (Grundz. d. phys. Psychol., 1903,
Logik 1906-08; System d. Philos. II8, 1907) u. a. VgL BECHER,
u. Beseelung, 1912.
Gegen die Einseitigkeit des Prinzips des Daseinskampfes betont den
„Mutualismus", die gegenseitige Ausbildung, KROPOTKIN (Gegenseitige Hilfe
in der E., 1904).
„Zielstrebig" ist die E. nach K. E. y. BAER (Reden u. kleine Aufsätze2,
1886), A. WIGAND (Der Darwinismus, DENNERT (Die geschichtl.
Entwickl. d. Deszendenztheorie, 1890; Vom Sterbelager des
1906), REINKE (S. Leben), DRIESCH U. a. Gegnern des Darwinismus, den WAS-
MANN nur für den Menschen nicht gelten läßt (Die moderne 1906;
Der Kampf um d. Entwicklungsproblem, 1907). Nach E. v. HARTMANN wirkt
die natürliche Auslese nur negativ; das Zweckmäßige stammt aus einer unbe-
wußten Abänderungstendenz, welche final bestimmt ist; der Kampf ums Dasein
ist nur ein „Handlanger der Idee" (Das Problem des Lebens, Ein ent-
schiedener Gegner des Darwinismus ist A. FLEISCHMANN (Die Darwinsche
Theorie, 1903). Gegner sind ferner J. B. MEYER, KÖLLIKER,
J. HUBER, ULRICI, W. SCHNEIDER, GUTBERLET, UDE (Der
Darwinismus, 1S09), R. OTTO (Gcethe u. Darwin, 1909); vgl. PLANCK, Testa-
ment eines Deutschen2, 1912; TEICHMÜLLER, Darwinismus u. Philosophie,
H. FRIEDMANN, Die Konvergenz der Organismen, 1904 (vgl. Variation).
Anhänger des Darwinismus sind A. R. WALLACE, der gleichzeitig mit
DARWIN die Selektionslehre aufstellte (Beiträge zur Theorie d. natürl. Zucht-
wahl, 1870), FRITZ MÜLLER (Für Darwin, 1864), G. JÄGER (Die Darwinsche
Theorie, 1869), C. STERNE (E. KRAUSE), SCHMIDT, H. SPITZER
(Beitr. zur Deszendenztheorie, 1S86), Du PREL, B. VETTER, BÖLSCHE
wicklungsgeschichte der Natur, 1896), BÜCHNER, HERTWIG, L. PLATE (Die
Abstammungslehre, 1901; Selektionsprinzip u. Probleme der 1908),
HUXLEY, ROMANES (Darwin and after Darwin, 1892 f., deutsch 1892 f.), BALD-
(Development and Evolution, 1902), B. HATSCHEK, K. C. SCHNEIDER (Ein-
in d. Deszendenztheorie, 1906; Versuch einer Begünd. d. Deszendenztheorie,
1908), M. STERN 1911), B. WEISS (Entwicklung, 1908), UNOLD,
AMMON, SCHALLMAYER, PLOETZ, L. STEIN, SIMMEL, J. SCHULTZ U. a. Die
Evolutionstheorie wird vielfach auf die Psychologie (ROMANES, BALDWIN,
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Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften