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Handwörterbuch der Philosophie
Seite - 183 -
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— Erfahrung. Enzyklopädische Werke verfaßten MARTIANUS CAPELLA, VINCENZ VON BEAU- u. a. Die größte E. älterer Zeit ist die ou dictionnaire des sciences, des arts et des 1751 ff., mit Einleitung von (deutsch in der „Philos. der sie mit DIDEROT herausgab. Mitarbeiter waren auch die „Enzyklopädisten" HOLBACH, Baron GRIMM U. a. Aufklärer, mit zum Teil und materialistischen Anschauungen. — Vgl. HEGEL, Enzyklop. d. philos. Wissenschaften, 1817; auch in der DORNER, Enzyklop. d. Philos., 1910; E. der philos. Wissen- hrsg. von A. 1912 f. (knaycoyr), inductio) s. Induktion. Ephektiker Beiname der Skeptiker (s. d.) des Altertums {nach der knoxr), Diog. Laert. IX, 70). bedeutet zuerst, bei ARISTOTELES (Top. VIII 11, 162 a 15) u. a„ einen „dialektischen", d. h. Wahrscheinlichkeitsschluß, später eine verkürzte Schlußkette (s. d.) von der Form: M ist P, denn es ist | S ist M, denn es ist B | S ist P. Vgl. s. Präformation, Recht (GOLDSCHEID). 1. hedonistischer (s. d.) Standpunkt des Lebens- genusses, Wertung der Lust, des Genusses als Endziel; 2. die Lehre EPIKURS, welcher den Atomismus (s. Atom), Materialismus (s. d.), Sensualismus (s. d.), Hedonismus (s. d. und Glückseligkeit) vertritt (vgl. Sittlichkeit, Gott, Religion). Epikureer sind METRODOROS VON LAMPSAKUS, HERMARCHOS, POLYAINOS, TIMOKRATES, KOLOTES, POLYSTRATOS, APOLLODOROS, VON DIOGENES VON TARSOS, PHILODEMOS, T. LUCRETIUS CARUS U. (vgl. Epi- fragmenta, ed. Usener, 1887). Den Epikureismus erneuert im 17. Jahr- hundert GASSENDI (Syntagma philos. Epicuri, 1655). — Im tadelnden Sinne wird das Wort „Epikureer" (= Atheist, Lüstling) seit dem Mittelalter oft verwendet. Vgl. Diog. Laert. X; LUCREZ, De natura, 1886; deutsch in der Univ.-BibL (Begleiterscheinung) ist das Psychische (s. d.), das Be- nach HUXLEY, MAUDSLEY, RIBOT U. a. zur Erkenntnislehre gehörig, auf die Erkenntnis bezüglich. (Nachschluß) s. Schlußkette. Episyllogistisch (oder progressiv) heißt der Fortgang vom Prosyllogismus zum Epoche (knoxr)): Enthaltung Urteil, von entschiedener Behauptung das Wesen irgendeines Dinges. Vgl. Skeptizismus, Aphasie. Erblichkeit s. Vererbung, Entwicklung. s. Werden, Veränderung, Aktualismus, Geschichte. (Eretriaci) heißen die Anhänger des MENEDEMOS von Eretria. Vgl. Tugend. „erfahren" schon bei NOTKER) be- deutet 1. das einzelne Ergebnis einer E., die durch E. erreichte Erkenntnis, 2. den Prozeß des Erfahrens, den Erkenntniserwerb durch die erfahrende
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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