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— Erfahrung.
Enzyklopädische Werke verfaßten MARTIANUS CAPELLA, VINCENZ VON BEAU-
u. a. Die größte E. älterer Zeit ist die ou dictionnaire
des sciences, des arts et des 1751 ff., mit Einleitung von
(deutsch in der „Philos. der sie mit DIDEROT herausgab.
Mitarbeiter waren auch die „Enzyklopädisten" HOLBACH, Baron GRIMM U. a.
Aufklärer, mit zum Teil und materialistischen Anschauungen.
— Vgl. HEGEL, Enzyklop. d. philos. Wissenschaften, 1817; auch in der
DORNER, Enzyklop. d. Philos., 1910; E. der philos. Wissen-
hrsg. von A. 1912 f.
(knaycoyr), inductio) s. Induktion.
Ephektiker Beiname der Skeptiker (s. d.) des Altertums
{nach der knoxr), Diog. Laert. IX, 70).
bedeutet zuerst, bei ARISTOTELES (Top. VIII
11, 162 a 15) u. a„ einen „dialektischen", d. h. Wahrscheinlichkeitsschluß,
später eine verkürzte Schlußkette (s. d.) von der Form: M ist P, denn es ist
| S ist M, denn es ist B | S ist P. Vgl.
s. Präformation, Recht (GOLDSCHEID).
1. hedonistischer (s. d.) Standpunkt des Lebens-
genusses, Wertung der Lust, des Genusses als Endziel; 2. die Lehre EPIKURS,
welcher den Atomismus (s. Atom), Materialismus (s. d.), Sensualismus (s. d.),
Hedonismus (s. d. und Glückseligkeit) vertritt (vgl. Sittlichkeit, Gott, Religion).
Epikureer sind METRODOROS VON LAMPSAKUS, HERMARCHOS, POLYAINOS,
TIMOKRATES, KOLOTES, POLYSTRATOS, APOLLODOROS, VON
DIOGENES VON TARSOS, PHILODEMOS, T. LUCRETIUS CARUS U. (vgl. Epi-
fragmenta, ed. Usener, 1887). Den Epikureismus erneuert im 17. Jahr-
hundert GASSENDI (Syntagma philos. Epicuri, 1655). — Im tadelnden Sinne
wird das Wort „Epikureer" (= Atheist, Lüstling) seit dem Mittelalter oft
verwendet. Vgl. Diog. Laert. X; LUCREZ, De natura, 1886; deutsch in
der Univ.-BibL
(Begleiterscheinung) ist das Psychische (s. d.), das Be-
nach HUXLEY, MAUDSLEY, RIBOT U. a.
zur Erkenntnislehre gehörig,
auf die Erkenntnis bezüglich.
(Nachschluß) s. Schlußkette. Episyllogistisch
(oder progressiv) heißt der Fortgang vom Prosyllogismus zum
Epoche (knoxr)): Enthaltung Urteil, von entschiedener Behauptung
das Wesen irgendeines Dinges. Vgl. Skeptizismus, Aphasie.
Erblichkeit s. Vererbung, Entwicklung.
s. Werden, Veränderung, Aktualismus, Geschichte.
(Eretriaci) heißen die Anhänger des MENEDEMOS von Eretria.
Vgl. Tugend.
„erfahren" schon bei NOTKER) be-
deutet 1. das einzelne Ergebnis einer E., die durch E. erreichte Erkenntnis,
2. den Prozeß des Erfahrens, den Erkenntniserwerb durch die erfahrende
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Buch Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften