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Handwörterbuch der Philosophie
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220 Form. mehr ein aktives, inneres Prinzip, sondern ein passives Produkt, eine plexion, eine Art der Zusammensetzung von Elementen (vgl. schon DEMOKRIT,, Atom). Bei F. BACON schwankt noch der begriff; er bestimmt die aber doch als Gesetz und Weise der Anordnung und Konstitution („nos de loquimur, aliud intelligimus, quam et determi- nationes actus puri, quae naturam aliquam simplicem ordinant et Organum II, 3 f.). Bei LEIBNIZ kommt der Begriff der substan- tialen Form nochmals zur Geltung (s. Monaden). CHR. WOLFF definiert F. als die „Wesensbestimmtheiten" § 944). Nach HEGEL ist die F. das „Setzende und Bestimmende" das „Tätige" (Logik II, 80); innere und äußere F. sind zu unterscheiden (Enzyklop. § Die F. wird im dialektischen (s. d.) Denk- und Entwicklungsprozeß selbst zum Inhalt. Form und Stoff (s. d.) der Erkenntnis unterscheiden LAMBERT, (Philos. Versuche, I, 336) und besonders KANT (vgl. schon De sensibil. ac intelligibil. forma et § 13 ff.). Die Form der ist „dasjenige, was macht, daß das Mannigfaltige der Erscheinung in gewissen Verhältnissen geordnet angeschauet wird" (2. A.: „geordnet werden kann").. Die F., die Ordnung des Empfindungsmaterials, kann nicht selbst sein, sondern muß „abgesondert von aller Empfindung können werden" d. rein. Vern., S. 49). Die F. ist ein „Zusatz" zum Gegebenen, den wir vom „Stoffe" der Erfahrung „nicht eher unterscheiden, als bis Übung uns darauf aufmerksam und zur Absonderung desselben geschickt macht hat". Diese F. a priori (s. d.) bereit, als „reine Form" der schauung und des Denkens. Die „reine Form" der Sinnlichkeit (s. d.) ist „reine Anschauung". Die reinen Formen der Erkenntnis (Raum, Zeit, Kate- gorien) sind „formale Bedingungen" möglicher Erfahrung, Formen der Dinge als Erscheinungen (s. d.), nicht als Dinge an sich (s. d.). Die Form „äußeren Sinnes" ist der Raum (s. d.), die des „inneren Sinnes" die Zeit (s. d.), Diese Formen sind Arten der Wahrnehmung und des Denkens, nicht etwa be- sondere Gebilde. Die Form der Erfahrung ist die „synthetische Einheit Apperzeption derselben im Apriorische Erkenntnis gibt es nur von dem Formalen der Erscheinungen (vgl. Prolegomena, § 9 ff.). Ähnlich KBUG, REINHOLD (S. Vorstellung), FRIES U. a. (s. Kantianer). VgL COHEN, Kants Theor. d. Erfahrung, 1885, S. 39 ff. und CASSIRER, und Substanzbegriff, 1910, welche die rein funktionelle Bedeutung der „Formen" betonen (vgl. E. H. SCHMITT, Kritik d. Philos., 1908, S. 84). — Nach werden die Formen der Erfahrung mit den Empfindungen als Ordnungen der- selben gegeben (Allgem. Metaphys. II, 411). Ähnlich BENEKE, JODL U. Vermittelnd fassen die Formen der Erkenntnis als Ordnungsweisen auf (Der philos. Kritizismus, f., II, 1, f., 235 ff.), HÖFFDING (Psychol., S. 149 ff., 383 ff.), WUNDT (System d. Philos., 1907, S. 98 ff.), nach welchem Form Inhalt Reflexionsbegriffe und ursprünglich nicht gesondert sind,. EWALD (Kants krit. Idealismus, 1908, S. 101, 211) u. a. Nach H. GOMPERZ. ist die Erkenntnisform ein Gefühl (s. Empirismus). — Ästhetische F. ist ein- heitliche, harmonische anschaulicher Elemente (vgl. Über die ästhetische Erziehung des Menschen, 22. VISCHER, Das u. d. 1897, S. 48 ff.; VOLKELT, Ästhetik, 1905, 428 ff.; über u. a. s. Ästhetik). Vgl. HILDEBRAND, Das Problem der F. in der bildenden
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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