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Handwörterbuch der Philosophie
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Fremdsuggestion Fortfall der Hemmung seitens anderer Vorstellungen zur Reproduktion ge- langen („wenn eine beengende Umgebung oder ein allgemeiner Druck auf ein- mal verschwindet", Lehrbuch zur Psychol.8, S. 15, 21). In Wahrheit werden aber auch die sog. „freisteigenden" Vorstellungen durch psycho-physiologische Reize verschiedener Art, wobei der Anlaß oft nicht gesondert zum Bewußtsein kommt, ausgelöst. Gegen die f. V. (Annahme unterbewußter sind WUNDT (Grdz. d. phys. Psychol. 1903, 596), KREIBIG (Die intell. Funktionen, 1909, S. 81) u. a. Vgl. CHR. WEISS, Das Wesen u. Wirken der Seele, 1811, S. 148 f.; Studien zur Grundleg. der Psychologie, 1904; Die Perioden des menschL Organismus, 1904 (nimmt f. V. an); OFFNER, Das 1911, S. 157 f.; KIESOW, Archiv f. Psychologie VI, 1905. VgL Perseveration, Periode, Unbewußt. s. Suggestion. Fresison heißt der fünfte Modus der vierten Schlußfigur (s. d.): Ober- satz allgemein verneinend (e), Untersatz besonders bejahend (i), Folgerung be- sonders verneinend Pe M | Pi S | So P. z. B. Kein Zufriedener ist be- dauernswert; Einige Bedauernswerte sind reich; Also sind einige Reiche zufrieden. Frende ist ein Affekt (s. d.) erregender Art, der von der eines gegenwärtigen oder zu erwartenden Gutes ausgeht und psychisch physisch beschleunigend, intensivierend wirkt. Vgl. SENECA, Epist. 59, 2; DESCARTES, II, 61; 91: „consideratio praesentis boni excitat in nobis gaudium"); SPINOZA, Eth. III, prop. XVIII, („laetitia orta ex imagine rei praeteritae"); CHR. WOLFF, Psychol. empir. § 614 ff.; KANT, An- thropol., § 73; WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol. III5, 1903, 221; H. Zeitschr. f. Ästhetik I; M. ZERBST, Die Philosophie der Freude, 1904; LUB- BOCK, Die Freuden des Lebens8, 1891; MIGNARD, La joie passive, 1909; DEARBORN, The Emotion of Joy, 1899. — Vgl. Lust. („Fransen") nennt W. JAMES den „psychischen Oberton", „Hof von Relationen", der den jeweiligen Bewußtseinsinhalt umgibt als dunk- lerer Untergrund, der ihn mit anderen, vorhergehenden verbindet, ihn anderen Bestandteilen des stetigen Erlebniszusammenhanges in Beziehung setzt (Princ. of 1890, I, 258; Psychologie, 1909, S. VgL Relation. 1. im älteren oder populären Sinne: empfinden; Tast- empfindungen haben, auch ein unbestimmtes, „gefühlsmäßiges" Bewußtsein;; 2. im streng psychologischen Sinne: ein Lust- oder Unlustgefühl einen Gemütszustand erleben. Vgl. Gefühl. Fundament (fundamentum): Grundlage, insbesondere Grundlage eines Begriffs (s. d.), eines Allgemeinen (s. d.), einer Relation (s. d.), Beziehung; im letzteren Falle besteht das F. in den bezogenen Gliedern (Objekten, Vorstellungen) bzw. in ihrer Beschaffenheit, der Beziehung ihre Grundlage gibt (z. B. gemeinsame Eigenschaften, wegen deren wir zwei Gegen- stände als auffassen). Vgl. MICRAELIUS, Lex. philos. 1653, Sp. 456 ferner die Schriften von BRENTANO, MEINONG, HÖFLER, KREIBIG U. a. — Vgl. Objekt, Erscheinung.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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