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Handwörterbuch der Philosophie
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248 Geschichtsphilosophie. Philos. der Geschichte als Soziologie, I, 1897; „eine vollkommene Sozio- logie . .' . würde sich mit der Geschichtsphilosophie ganz und gar decken"), EUCKEN (Die G. ein „Aufnehmen eines Kampfes gegen die Zeit", der Schau- platz eines Kampfes um das überhistorische, zeitüberlegene Geistesleben; Der Kampf um einen geistigen Lebensinhalt, 1896, S. 36 ff.; Kultur der Gegenwart 268 ff.), TRÖLTSCH U. a. Nach K. LAMPRECHT besteht ein „Gesetz der psychischen Lebensentfaltung in einer Reihe von Kulturstufen". Es gibt „Kulturzeitalter", Perioden einer „innern höchsten Wandlung der nationalen Psyche, nach Zeitaltern des symbolischen, typischen, konventionellen, indivi- duellen und subjektiven Seelenlebens" (Moderne Geschichtswissenschaft, 2. A. 1909; Die kulturhistor. Methode, 1900; in das histor. Denken, 1912). Während BUCKLE (Geschichte der Zivilisation in England S. 10 ff.), U. a. die Bedeutung des „Milieu" hervorheben, legen andere, wie Go- BINEAU, H. ST. CHAMBERLAIN U. a. auf die Rasse (s. d.) Gewicht. Die ökonomische (sog. „materialistische") Geschichtsauffassung begründen K. MARX und FR. ENGELS. Nach MARX haben die „Klassenkämpfe" in der G. eine ökonomische Grundlage. Die technisch bedingten Produktionsver- hältnisse bilden die „reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen". „Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozeß überhaupt. Es ist nicht das- Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaft- liches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt." Ideen wirken nur als Reflexe öko- nomisch-sozialer Tendenzen, nicht primär (Zur Kritik der Ökonomie, 1859; 2. A. 1907; Das Kapital I, 1867; 4. A. 1892; vgl. F. MEHRING, AUS dem literarischen Nachlaß von K. Marx, Engels u. Lassalle, 1902; M. Marx als Denker, 1908; VORLÄNDER, Kant u. Marx, 1911). VgL ENGELS, Briefe, in: Der Sozialist. Akademiker 1895; L. WOLTMANN, Der historische Materialismus, 1899; LORENZ, Die materialist. Geschichtsauffassung, PLECHANOW, Beiträge zur Geschichte d. Materialismus, 1896; ED. BERNSTEIN,. Die Voraussetzungen des Sozialismus, 2. A. KAUTSKY U. a. in der Zeitschrift „Neue Zeit"; ferner die kritischen Auseinandersetzungen bei: P. BARTH, Die Geschichtsphilosophie Hegels u. der Hegelianer, 1890; P. WEISENGRÜN, Das Ende d. Marxismus2, 1900; HAMMACHER, Das System d. Marxismus, 1909; R. GOLDSCHEID, Verelendungs- oder Meliorationstheorie, 1906; Grundlinien zu einer Kritik der Willenskraft, 1905 (Aktivistischer, willenskritischer Idealismus); Die theoretischen Grund- lagen des Marxismus, MASARYK, Die philos. u. soziolog. Grundlagen Marxismus, 1899; B. CROCE, Materialismo storico ed economia 1907; concetto storia, 1896; A. LABRIOLA, Del materialismo storico, 1902; I problemi della filosofia della storia, 1887; CHARASOFF, Das System des Marxismus, 1909. Für die Erkenntnistheorie der Geschichte kommen besonders in Betracht DILTHEY, nach welchem eine „Kritik der historischen Vernunft" nottut (Ein- leit. in die Geisteswissenschaften SIMMEL, nach welchem die Geschichte apriorische Denkformen, Kategorien, „Aprioritäten" voraussetzt, durch welche aus dem Erleben Geschichte als Wissenschaft wird (Die Probleme der Geschichts- philos.2, 1905; 3. 1905), SPRANGER (Grundlage der Geschichtswissen- schaft, 1905) u. a. — Vgl. v. CIESZKOWSKI, Prolegomena zur Historio-
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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