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Gesicht — Gesichtssinn. 253
1895; deutsch 1908). — Vgl. EUCKEN, Geistige Strömungen der Gegenwart,
1904, S. 151 ff.; NEUMANN, Tübinger Zeitschr. f. d. ges. Staatswissenschaft,
1892; J. ST. MILL, System d. dedukt. u. indukt. Logik4, 1877; G. MAYR,
Die Gesetzmäßigkeit im Gesellschaftsleben, 1877; ZIMMER, Über d. Wesen der
Naturgesetze, 1893; E. v. HARTMANN, Kategorienlehre, S. 422 ff.; HELMHOLTZ,
Vorträge u. Reden, 5. A. ZELLER, Über Begriff u. Begründung der sittlichen
1883; L. W. STERN, Person u. Sache I, 1906, 385 ff.; Seele u.
1912; AARS, Haben die Naturgesetze Wirklichkeit?, 1907 (Keine gesonderte
Wirklichkeit der Naturgesetze, nur Normen für konstante Eigentümlichkeiten
der Substanzen); CASSIRER, Substanzbegriff u. Funktionsbegriff, 1910; JODL,
Zufall, Gesetzmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, 1911; JANSSEN, Das Wesen der
Gesetzesbildung, 1910; P. VOLKMANN, Erkenntnistheoret. Grundzüge der Natur-
1910; R. REININGER, Philosophie des Erkennens, 1911 (Natur-
und sind im Grunde identisch); G. SATTEL, Begriff u. Ur-
sprung der Naturgesetze, 1911; A. ARNDT, Über die Einheit der Gesetze, 1908
(Monismus des Gesetzes; das G. als alles beherrschende „Liebe"). — Vgl. In-
duktion, Geschichte, Soziologie, Statistik, Psychologie, Logik, Norm, Positivis-
mus, Stadien, Zufall, Kausalität, Notwendigkeit, Harmonie.
bedeutet 1. den Gesichtssinn, 2. die Vision (s.
Gesichtssinn ist der Sinn Licht- und Farbenempfindungen sowie ein
Mittel für die Wahrnehmung von Gestalten, Größen, Richtungen, Bewegungen,
Entfernungen (s. d.), also auch eine Quelle räumlicher Vorstellungen. Er ist
chemischer Sinn, durch welchen die elektromagnetischen transversalen
Ätherschwingungen in der Anzahl von ca. 400—800 Billionen in der Sekunde
eine Transformation erfahren. Das innere Sinnesorgan ist die von
verschiedenen Körpern (Wässerige Flüssigkeit, Kristallinse,
Glaskörper) und Häuten (Hornhaut, Aderhaut, Regenbogenhaut oder Iris mit
der umgebene Netzhaut, welche aus mehreren Schichten besteht.
Während die (mit „Sehpurpur" bedeckten) „Stäbchen" genannten für
Helligkeiten empfindlich sind, vermitteln die „Zäpfchen" die Farbenempfin-
dungen. An der Eintrittsstelle des Sehnerven, dem „blinden Fleck", wird
nichts gesehen (Fehlen beider Zellschichten), an den Rändern des Auges
wird ein farbloses Grau empfunden („indirektes" Sehen), während der „gelbe
Fleck" die Stelle des deutlichsten Sehens ist. Damit eine Gesichtsempfin-
dung zustandekommt, muß aber die Erregung bis ins Gehirn (Sehzentrum)
dringen. Für das Sehen wichtig ist die Akkomodationsfähigkeit (s. der
Augen und Art ihrer Beweglichkeit durch drei Muskelpaare. Es besteht
das Bestreben, die Netzhautbilder auf die Stelle des deutlichsten Sehens zu
bringen und ferner besteht eine „Synergie" beider Augen im plastischen
Sehen. Die elementaren Gesichtsempfindungen sind die farblosen und
farbigen Lichtempfindungen, oder Licht- und Farbenempfindungen. Die Weiß-
wird als Reihe der „reinen Helligkeitsempfindungen" be-
zeichnet. Die Farbenempfindungen (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo,
Violett) bilden eine dreidimensionale, stetige Mannigfaltigkeit, deren Glieder
nach den drei Merkmalen des „Farbentons" (abhängig von der Wellenlänge und
Intensität der Atherschwingungen), „Sättigungsgrades" (Größere oder geringere
Annäherung an die farblosen Lichtempfindungen) und der „Helligkeit" (Licht-
stärke) sich (in einem „Farbenkreis") anordnen lassen. Je zwei Farben,
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Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften