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Gottesbeweise.
(s. d.), unpersönlicher Geist, Einheit in der Vielheit („konkreter Monismus"; vgl.
Kategorienlehre, 1896, S. 538 ff.); ähnlich A. DREWS, SCHELLWIEN, VENETIANER
u. a. Nach hat Gott, der das „Übersein" war, sich selbst zu
von Dingen zersplittert. „Gott ist gestorben, und Tod war das
der (Phüos. d. Erlös., 1876). — Pantheisten (s. d.) sind ferner
VOLKELT, (Elemente d. Metaphys.4,
P. CARUS The of God, 1889), H. BENDER, K.
(Grdz. d. Metaphys., 1885), A. STEÜDEL, A. (Denken u. Wirklichkeit8,
1884; Gesammelte Werke, 1908 f.), D. FR. STRAUSS (Der alte u. der
Glaube, 1872), E. HAECKEL (Die Welträtsel, 1899; Der Monismus als
zwischen Religion und 1893), L. STEIN („energetischer Pantheis-
mus"), M. L. STERN (G. ist die „Existenz", Monist. Ethik, 1911), BÖLSCHE,
E. HORNEFFER U. a.
Idealistisch ist der Gottesbegriff bei FORBERG, F. A. LANGE,
BAND 1907, S. 433), NATORP (Religion innerhalb der
der Humanität2, 1908), H. COHEN, nach welchem G. das „Zentrum
Ideen", die „Idee der Wahrheit", die Bürgschaft des Sieges des Guten
(Ethik, 1904, ff.; Einleit. mit krit. Nachtrag zu F. A. Langes Gesch.
Materialismus, 8. A. 1908), VAIHINGER (Gott als wertvolle „Idee", Die Philos.
des Als ob, 1911) u. a. Vgl. LESSING, Das Christentum d. Vernunft, 1753;.
Philosophie hrsg. von 1909; GOETHE, Philosophie, hrsg. von
nacher, 1905; W. JAMES, A. Universe, 1909; F.
Riddles of the Sphinx, 1910; WOBBERMIN, Monismus u. Monotheismus,
R. HILDEBRAND, Gedanken über Gott, die und das Ich, 1910; J. SACK,.
Monistische Gottes- und Weltanschauung, 1899; J. SCHLAF, Religion u. Kos-
mos, 1911; E. DE CYON, die Wissenschaft, 1912 (Theistisch); SCHMIDT,
Der Ursprung der Gottesidee, 1912; G. ALLEN, Die Entwicklung des
gedankens, 1906. — Vgl. Dualismus, Atheismus, Äther (Spiller u. a.).
zismus, Absolut, Deismus, Religion, Theologie, Thomismus, Schöpfung,
Bewußtsein, Personalismus, Ich, Natur, Voluntarismus, Logos, Idee,
Fiktion.
Gottesbeweise sind die Argumente, die betreffs der Existenz
oft aufgestellt wurden, aber nur verschiedene Gründe enthalten, welche zum
Glauben (s. d.) an das Dasein Gottes bestimmen können, ohne daß ein rein
logischer „Beweis" für dasselbe möglich oder notwendig ist. Solcher
gibt es eine ganze Reihe. Die wichtigsten sind der ontologische (s. d.),
mologische (s. d.), teleologische, moralische (s. d.) Beweis, ferner der
„e consensu gentium", aus der Verbreitung des Gottesglaubens bei allen
kern (ARISTOTELES, de coelo I, 3; CICERO, disput. I, 13, u. a.), aus-
angeborenen Gottesbegriff (JUSTINÜS, TERTULLIAN, DESCARTES U.
aus dem Vorhandensein der Gottesidee in uns (DESCARTES, Meditationes
u. a.), aus der Zweckmäßigkeit der Gottesidee („ab aus der mensch-
lichen Geschichte (SCHELLING, HEGEL U. a.), aus dem religiösen
(FECHNER U. a.) u. a. Eine Kritik der Gottesbeweise geben die
HUME (Drei über natürliche Religion, deutsch von Paulsen, 1905) und
besonders KANT (Krit. d. reinen Vernunft, S. 468 ff.), nach welchem die
Erfahrung und Erkenntnis übersteigende Existenz Gottes weder
wiesen noch bestritten werden kann, aber ein Postulat der „praktischen
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Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften