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Handwörterbuch der Philosophie
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tun, mit den Voraussetzungen der Gültigkeit der Erkenntniselemente die Er- kenntnistheorie (s. d.). Vgl. KANT, Krit. der Urteilskraft, § 8; LASK, Die Logik d. Philos. u. die Kategorienlehre, WINDELBAND, Der Wille zur Wahrheit, VOLKELT, Erfahrung u. Denken, 1886, S. 74 LIPPS, Vom Fühlen.. ., 1902, S. 16; F. C. S. SCHILLER, Formal Logic, Humanis- mus, deutsch 1911; DRIESCH, Ordnungslehre, 1912, S. 7 ff., 163 ff.; v. BUB- NOFF, Zeitlichkeit und Zeitlosigkeit, 1911. — VgL Objektiv, Urteil, Gegen- standstheorie, Evidenz, Wahrheit, Drittes Reich. Denkgesetze, Relation, Trans- zendental. bonus) ist etwas, sofern es positiv gewertet, d. h. als zur Befriedigung eines Bedürfnisses tauglich empfunden und beurteilt, als zweck- dienlich, als einem Willen, einer Forderung entsprechend gebilligt, anerkannt wird. Die „Güte" eines Objekts kommt ihm also nur in Beziehung zu einem Willen, einem Zwecke, einem wertenden Bewußtsein zu, nicht ohne alle Be- ziehung anf ein Wertungszentrum. Doch ist nicht alles Gute nur „subjektiv", sondern es gibt auch ein objektiv („intersubjektives") Gutes, d. h. ein Gutes für alle Wertenden, weil in der Natur derselben wurzelnd; ferner ein objektiv Gutes in dem Sinne, daß in den Merkmalen des gewerteten Objekts selbst das objektive „Fundament" liegt, welches zur allgemeingültigen Wertung desselben veranlaßt oder zwingt, auch ein objektives Gutes in dem Sinne, daß dessen allgemeine Anerkennung gefordert werden kann (das Sittlichgute). „An gut, ist das von subjektiver Besonderheit und Willkür unabhängig Wertvolle, insbesondere sofern es nicht bloß als Mittel oder Bedingung eines andern Guten, sondern um seiner selbst willen, schlechthin gewertet, bejaht, ge- fordert, gewollt, gesollt wird. Je nach dem Bedürfnis und Zweck, auf den das Gute sich bezieht, gibt es verschiedene Arten des „Guten". Keineswegs fällt das Gute immer mit dem (unmittelbar) Angenehmen, Lustvollen zusammen, es gibt viel Gutes, also Wertvolles, Zweckvolles, Förderliches, Anzustrebendes, zu Billigendes, Seinsollendes, das im Einzelnen Unlust erweckt; irgendeinem praktischen) Willensziel, bzw. einer forderung muß alles, was Anspruch auf „Güte" macht, entsprechen. Gut sind nicht bloß Dinge und Handlungen, auch Personen (Charaktere) werden als „gut" gewertet, wenn sie den Willen und die Fähigkeit zum Guten haben. — Ein Gut ist, was die Eignung besitzt, als gut gewertet zu werden, weil es Bedürfnisse zu befriedigen vermag (Natur-, Kultur-, wirt- schaftliche, sittliche u. a. Güter). Das höchste Gut ist das zuhöchst Bewertete, das Endziel alles Strebens, das absolut um seiner selbst willen Erstrebte, Gewertete, Geforderte. — Betreffs des s. Si ttlichkeit. Der Begriff des Guten spielt schon in der antiken Philosophie eine wichtige Rolle. EUKLID VON MEGARA macht das Gute zum Weltprinzip (Diog. Laert. II, 106) und PLATON erblickt in ihm den Grund des Seins ovolag, 509 B.); das Gute geht dem Sein voraus, begründet dessen Existenz (ethischer Idealismus). Die Idee des Guten bzw. das „Gute an sich" ist das höchste Erkenntnisobjekt, das Prinzip des Seins, des Wahren und Schönen (Republ. VI, 505 ff.). Nach ARISTOTELES ist gut, wonach alles strebt (Eth. I 1, 1094 a 3). Es gibt ein Gutes für sich bei den Scholastikern „bonum simpliciter, per se") und ein relatives, mittelbares Gutes (dya&ov
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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