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Handwörterbuch der Philosophie
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Handlung — Harmonie. 271 1894; SULLY, Die Illusionen, 1883; WUNDT, Grundz. d. physiol. Psychol. 1903, S. STÖRRING, Psychopathologie, 1900, S. 31 ff.; HELLPACH, Grenzwissenschaften der Psychologie, 1902, S. 309 ff.; K. GOLDSTEIN, Die H., Handlung actio) ist die Verwirklichung einer die Betätigung des Willens in bezug auf das Bewußtsein selbst solche („innere Handlung") oder, vermittelst der Bewegungsorgane, in bezug auf die Außenwelt, als Eingriff in dieselbe, als aktive Veränderung von objektiven Zuständen oder Verhältnissen („äußere H. im engeren Sinne). Die H. ist eine Wirkung von Impulsen, die psychisch, unmittelbar erfaßt, impulse sind, objektiv, „von außen" betrachtet aber Auslösungen potentieller Energien im Gehirn; die innere Willenshandlung kommt in der vollständigen äußeren, physischen Handlung zum Ausdruck, zur Erscheinung, sie büdet das „Innensein" derselben. Gefühlsbetonte Vorstellungen bilden die momente der Handlungen, die selbst je in einem Ablauf psycho-organischer Prozeße bestehen, durch welche ein in der Vorstellung vorweggenommenes Ziel erreicht werden soll (vgl. Zweck). Durch „Mechanisierung" (s. d.) können Handlungen automatisch, triebartig, reflexmäßig werden. Jede Handlung physiologisch aus vorangegangen physischen Vorgängen im Organismus bestimmter, individuell variierender Eigenrichtung) abzuleiten; zugleich ist nur so zu verstehen, daß sie als Erscheinung eines seelischen Prozesses ge- deutet wird, der in ihr zum Ausdruck gelangt (vgL Parallelismus, theorie). Daß die Erkenntnis die Wissenschaft, dem Handeln, der praktischen Be- tätigung zu dienen hat, der Aktivismus (s. d.). Der Pragmatismus (s. betont die Bedeutung des erfolgreichen Handelns als Kriterium der (s. d.). Nach SCHOPENHAUER, BERGSON, C. BRUNNER, VAIHINGER, LE ROY U. a. ist der Verstand (s. d.) ein Werkzeug für das Handeln (vgl. Intellekt, nis, Wahrnehmung). — Vgl. ARISTOTELES, Eth. Nicom. VI, 4; BENEKE, Lehr- buch d. Psychol. 1833, § 205 ff.; WUNDT, Grundr. d. Psychol. 1902, S. 215 (vgl. Wille); N. ACH, Über die u. das Denken, 1905; W. Über den Begriff der Handlung, 1904; VAIHINGER, Die Philos. des Als 1911; BERGSON, et 1910; DRIESCH, Der Vitalismus, 1905. Vgl. Wille, Tat, Aktivität, Produktion, Willensfreiheit, Zweck, Denken, Praktisch, Fiktion, Statistik, Reaktion. (propensio) ist eine psychische Disposition zu bestimmten Rich- tungen des Affekts, des Begehrens, eine triebartig gewordene Neigung (s. oder Begierde. Nach KANT ist der H. „die subjektive Möglichkeit der stehung einer gewissen Begierde", „die Prädisposition zum eines Genusses" (Anthropol. I, § 77; Religion innerh. der Grenzen der bloßen Vernunft, S. 27 ff.: angeborener Hang Menschen zum Bösen). VgL BENEKE, Lehrbuch d. Psychol.8, § 175 ff. Vereinfachung) bedeutet bei PLOTIN die Zurück- ziehung der Seele vom Leibe und ihre Vereinigung mit Gott im Zustande der Ekstase (Ennead. VI, 9, 11). dem Tastsinn (s. d.) angehörend. Harmonie Stimmung, Einklang, Übereinstimmung) ist zu- nächst das Zusammengehen einer Mannigfaltigkeit verschiedenartiger oder auch
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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