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Handwörterbuch der Philosophie
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274 Hegelianismus — Hegemonikon. nötig (1. c. X, 129 ff.). Die höchste Lust ist die geistige (1. c. X, 137; 141). — Spätere Hedonisten sind LAUR. VALLA (De voluptate, 1431), VETIUS, HOLBACH, LA METTRIE, VOLNEY, U. a. (vgl. EudämonismusV Hingegen betont man verschiedenerseits, daß das Willensziel nicht die Lust, sondern etwas Objektives oder die Betätigung selbst ist (WUNDT, MÜNSTER- BERG, UNOLD, PAULSEN, Syst. d. Ethik 238 ff.), THILLY, KÜLPE u. a.). Vgl. WATSON, Hedonistic Theories, 1895; H. GOMPERZ, Kritik des Hedonismus, 1908. — Vgl. Lust, Glückseligkeit, Sittlichkeit, Tugend, Motiv, Zweck. die von HEGEL und dessen Anhängern vertretene Philosophie, deren Kern der „absolute Idealismus" und (s. d.) ist, wonach das absolut Wirkliche „Idee" (s. d.), Geist (s. d.), Vernunft (s. d.) ist. Denken und Sein sind identisch, das Seiende ist eine „dialektische" (s. Entfaltung eines universalen „Denkens" (vgl. Kategorien). Auf dem Umwege der Natur (s. d.) und der Geschichte (s. d.) kommt der allen Geist zum Bewußtsein seiner selbst. Die Logik (s. d.) ist zugleich denn alles Vernünftige ist wirklich, alles Wirkliche dem Wesen nach Nach HEGELS Tode spaltete sich die Hegeische Schule in eine (theistische) „Rechte" und eine (pantheistische oder naturalistische) „Linke". Zur „Rechten",, bzw. zur mehr gemäßigten, vermittelnden „Mitte" gehören GABLER, HINRICHS, DAUB, MARHEINEKE, MICHELET, K. ROSENKRANZ, J. ERDMANN, G. BIEDERMANN, K. FISCHER, SCHALLER, SCHASLER U. a. Zur „Linken": BRUNO BAUER, FEUERBACH, D. FR. STRAUSS U. a. Von den Neuhegelianern lehnen manche (CROCE U. a.) die Dialektik ab, andere (STIRLING, GREEN, BRADLEY, TAGGART U. a.) verbinden Hegeische mit Kantschen Anschauungen. Von Hegel sind mehr oder weniger beeinflußt, C. H. WEISSE, PLANCK, A. LASSON, VERA, CERETTI, SPAVENTA, BOLLAND, TSCHITSCHERIN U. a., zum Teil J. COHEN, HAM- U. a. (vgl. UEBERWEG-HEINZE, Grundriß der Geschichte der Philos. IV11, 1913). Der H., der erst eine große Herrschaft ausübte, dann ganz zusammenbrach, beginnt wieder Einfluß auszuüben, zum Teil in modi- fizierter Gestalt. Neuhegelianer sind G. LASSON, W. PURPUS, ERICH FRANK,, J. EBBINGHAUS U. a. — Vgl. HEGEL, Werke, 1832 ff.; R. Hegel und seine Zeit, 1857; K. FISCHER, Geschichte d. Philos. B. Lebendiges u. Totes in H.s Philosophie, 1909; WINDELBAND, Die Erneuerung des Hegelianismus, 1910; G. LASSON, Beiträge zur Hegel-Forschung, A. BULLINGER, Die Quintessenz der wahren Philosophie, 1905; W. PURPUS,, Zur Dialektik des Bewußtseins nach Hegel, 1908; Die Dialektik der Gewißheit bei Hegel, 1905; HAMMACHER, Die Bedeutung der Phüos. für die Gegenwart, 1911. — Vgl. Idealismus, Phänomenologie, Recht, Sitt- lichkeit, Staat. Hegemonikon das Herrschende, Leitende) nennen die oberste Seelenkraft, deren Sitz im Herzen ist, die Quelle der Vorstellungen, Gedanken und Wollungen de xb xrjg kv xal xal o&ev 6 und der einheitlichen Verbindung der psychischen Funktionen (Diog. Laert.. 110, 157 ff.).
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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