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Handwörterbuch der Philosophie
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276 Heraklitismus — Heuristik. leugnet wird, also eine Vorstufe des Monotheismus (Vorles. über d. Ursprung u. d. Entwicklung d. Religion, 1880, S. 158 f.). Heraklitismus ist der (zuerst von HERAKLIT vertretene) Standpunkt der „Aktualitätstheorie" (s. d.), wonach alles Sein ein Werden (s. d.), Geschehen, Tätigkeit ist (MACH, NIETZSCHE, BERGSON, WUNDT U. a.). die Philosophie, Psychologie (s. d.), Pädagogik (s. d.) J. FR. HERBARTS (S. Reale, Metaphysik, Beziehung, Widerspruch, Seele, Hemmung, Statik, Vorstellung, Intellektualismus, Gefühl, Interesse, Apperzeption, Ich, Idee, Sittlichkeit u. a.). Vgl. WW. 1850—93, 1887-1913. — Herbartianer sind mehr oder weniger DROBISCH, HARTENSTEIN, STRÜM- PELL, R. ZIMMERMANN, THILO, ZILLER, FLÜGEL, REIN, VOLKMANN VON NAHLOWSKY, STOY, SCHILLING, STIEDENROTH U. a. Vgl. E. WAGNER, Vollständige Darstellung der Lehre H.s, 1896; W. KINKEL, H., 1903; FLÜGEL, H.3, 1911; ZIMMER, Führer durch die deutsche H.- Literatur, 1910. s. Sittlichkeit (NIETZSCHE). von einer andern Gattung, ungleichartig, von Grund aus verschieden. Heterogonie der Zwecke nennt WUNDT die Entstehung von Zwecken aus Nebenwirkungen und Folgen von Handlungen, Willensakten. Es stellt sich eben das Verhältnis der Wirkungen zu den vorgestellten Zwecken so dar, daß „in den ersteren stets noch gegeben sind, die in den voraus- gehenden Vorstellungen nicht mitgedacht waren, die aber gleichwohl in neue Motivreihen eingehen und auf diese Weise entweder die bisherigen Zwecke umändern oder neue ihnen hinzufügen" (Grundr. d. Psychol.6, 1902, S. 400). Die Effekte der Willenshandlungen reichen immer über die ursprünglichen Willensmotive hinaus und so entstehen neue Motive mit aber- mals neuen Effekten; auf diese Weise wachsen die Zwecke uud Zweckmäßig- keiten (im Organischen, Geistigen), ohne daß die erreichten Ziele von vorn- herein erstrebt wurden, aber nicht durch rein mechanische, „zufällige" Einflüsse (Ethik2, 1903, S. 266; Grdz. d. phys. Psychol. III6, 1903, 787 ff.). Das Prinzip der der Zwecke ist auch für die Entwicklung der Sitte, Sitt- lichkeit, Religion usw. bedeutsam (vgl. Zweck). lehren auch HARTLEY, FICHTE, SCHELLING, HEGEL, MILL, SPENCER, WINDELBAND, HE- RING, NIETZSCHE, HÖFFDING, JODL, SIMMEL U. a. (vgl. Motivverschiebung). Heteronomie s. Autonomie. „fallacia plurium interrogationum"): so- phistische, mehrdeutige Frage, welche je nach dem Sinne verschieden zu be- antworten ist (vgl. Cornutus); Beweisverrückung, wobei die richtige Folgerung sich mit dem, was zu beweisen war, nicht deckt. Heuristik finden): Erfindungskunst, Lehre von der Metho- dik der Entwicklung von Wahrheiten (durch Kombination, Induktion, Experi- ment, Deduktion usw.; vgl. Ars magna, Erfindung Topik). — auf das Finden, Entdecken bezüglich. So spricht man von einem „heuristischen Verfahren" bei der Darstellung einer Wissenschaft. Heuristisch wirksam sind
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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