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Handwörterbuch der Philosophie
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Humor — Hylozoismus. 279 von Vernunft und Liebe, Geistes- und Gemütskultur (Ideen zur Philos. der Geschichte, 1784 ff.), Auch bei W. VON HUMBOLDT spielt das Humani- tätsideal eine große Rolle (vgl. E. SPRANGER, W. V. H. U. die idee, 1909; W. v. H. u. die Reform des Bildungswesens, 1910; W. JERUSALEM, Die Aufgabe des Lehrers an höheren 1912). VgL F. LEROUX, De 1848; WUNDT, 1903, S. 227 ff., 493 ff., ff.; COHEN, Ethik 1904, S. 595 ff. (H. = das „Grundgesetz der sittlichen Harmonie", „Zentrum aller W. KINKEL, Der Humanitätsgedanke, 1908; SIMMEL, Soziologie, 1908, S. 771 ff.; GOLDSCHEID, Höherentwicklung u. Menschenökonomie, 1911; SCHNEIDEWIN, Die antike Humanität, 1897; MASA- Die Ideale der H., 1902; KRITZLER, H. U. Christentum, 1866 f. — Vgl. Mensch, Sittlichkeit, Norm, Bildung, Kultur, Religion (NATORP). Humor s. Komisch. Stoff, Materie (s. d.), im Gegensatz zu e Form. Hylemorphismus: Lehre von der Verbindung aller Formen mit einem Stoffe GABIROL, SCOTUS U. a). VgL Scholastik (Literatur). Hylozoismus Stoff; der Ausdruck schon bei CUD- WORTH) heißt die Lehre von der Belebung, Beseeltheit der Materie oder der Atome. Hiernach ist alle, auch die anorganische Materie von sich aus empfindend, strebend, wenn auch noch ohne eigentliches Bewußt- sein; die Empfindung gilt hier als ursprüngliche Eigenschaft des Stoffes, der Atome. Der H. ist eine realistische, meistens noch unkritische Form des Panpsychismus (s. d.). Hylozoisten sind besonders die jonischen Naturphilosophen: ES, nach welchem der Magnet beseelt ist, weil er das Eisen anzieht und alles von Seele er- füllt ist (ARISTOTELES, De anima I, 2; 5; Diog. Laert. I, 27), ANAXIMENES, HERAKLIT, ferner EMPEDOKLES U. a. (vgl. Prinzip), ferner die Stoiker (s. Später: PARACELSUS, VAN HELMONT, GIORDANO BRUNO, SPINOZA, GASSENDI. SENNERT, GLISSON, CUDWORTH, H. MORE, MAUPERTUIS (Oeuvres II, 136 ff.), DIDEROT (Oeuvres II, 45 ff.), ROBINET (De la nature IV, K. 6), BUFFON, DESCHAMPS, U. a. Als empfindend betrachten die Atome ZÖLLNER (Über die Natur der Kometen, 1882, S. 321 ff.), L. GEIGER (Der Ursprung d. Sprache, 1868 f., S. 200 ff.), L. (Aphorismen, 1877), L. A. ROSENTHAL (Die monistische Philos., 1880), W. H. (Geist u. Stoff, 1883; Die psych. Bedeutung des Lebens im Universum, 1879), PREYER (Über die des Lebens, 1873), W. BÖLSCHE, HERTWIG, SACK, KOLTAN, E. HAECKEL („Lust und Unlust, Begierde und Abneigung, An- ziehung und Abstoßung müssen allen Massen-Atomen gemeinsam sein", Die Perigenesis der Plastidule, 1876, S. 38 f.; Welträtsel, S. 254 f.), J. G. VOGT (Lust bei Verdichtung, Unlust bei Spannung der Materie), RATZENHOFER, MECHA- NIK (s. Dynamozoismus), DURAND DE GROS, LE DANTEC U. a. Nach KANT der H., der nach ihm das Trägheitsprinzip aufhebt, der „Tod der philosophie" (Metaphys. Anfangsgründe der vgl. Krit. d. Urteilskraft II, § 72). — Vgl. J. SOURY, Kosmos X, 1881; H. SPITZER, Ur- sprung und Bedeutung des Hylozoismus, 1881 (gegen den H., aber doch für eine „Innerlichkeit" der Materie); R. SEYDEL, Der Fortschritt der Metaphysik innerhalb der Schule des jonischen H., 1860. Vgl. Panpsychismus, Voluntaris- mus, Spiritualismus.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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