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Handwörterbuch der Philosophie
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Ideographie Idol. tischer Urteile betont (gegenüber LOCKE) LEIBNIZ (NOUV. Essais, IV, K. f.). Ideographie (idea, Begriffsschrift, symbolische von Begriffsverknüpfungen. Vgl. NIETHAMMER, Über Pasigraphik u. graphik, 1808. Vgl. Ars magna, Pasigraphie, Logik. Ideologie (ideologie): Wissenschaft von der Idee; Lehre von den psychischen Funktionen und Gebilden, von der Entstehung und des Denkens als Grundlage die Pädagogik, Ethik, Politik, Philosophie (CON- DILLAC, DESTUTT DE TRACY, Elements dTdeologie, 1803 ff., 1825 f., COLLARD u. a.). VgL KRUG, Handbuch der Philosophie II, 1820, S. 11 ff. („Ästhetische Ideologie"); Ideologia, 1822; Trattato ideologia, 1858; PICAVET, Les ideologues, 1891. — Unter einem Ideologen versteht man (seit NAPOLEON der das Wort zuerst in diesem Sinne gebraucht) einen schwärmerischen, die Realität nicht gebührend berücksichtigenden Idea- listen, besonders in der Politik. — Der Marxismus betrachtet die „ideo- logischen (Religion, Sittlichkeit, überhaupt alle Formen geistiger Kultur) als bedingt durch die ökonomische Entwicklung. Ideomotorisch heißt (seit CARPENTER, 1883) die Bewegung Kraft lebhafter (vgl. RIBOT, Les maladies de 1883, S. 3 ff.). Idiogenetisch s. Urteil (BRENTANO U. a.). Idiographisch s. Geschichte (WINDELBAND); vgl. GOTTL, Archiv Sozialwissenschaft Idiopathisch heißen die Gefühle, die sich auf das Ich und dessen Wohl beziehen. Idiosynkrasie eigen; Mischung) ist die in der Konstitution des Organismus, des Ich wurzelnde oder auf früherer Erfah- rung, Assoziation beruhende, ganz individuelle Art der Neigung und bestimmten Objekten oder Eindrücken gegenüber. Idiotismus: meist angeborener „Blödsinn" im pathologischen Sinne, Un- fähigkeit zu verständnisvoller Auffassung, zu zusammenhängendem, logischen Denken und Sprechen, zur Erwerbung von Begriffen, Einengung des auf ein triebmäßiges, impulsives Reagieren, bei Wechsel von Erregungszuständen mit solchen völliger Stumpfheit. Vgl. KRAEPELIN, 1903; SOL- Psychologie de l'idiot et de 1902; deutsch 1891; TH. HELLER,. Über Psychol. u. Psychopathologie des Kindes, 1911; PIPER, Zur der Idiotie, 1893. Idol Bild): Götzenbild, Trugbild, — F. BACON nennt die natürlichen, angeborenen oder erworbenen, Vorurteile des Menschen, der Erkenntnis der Dinge im Wege stehen und daher ausgeschaltet werden müssen. Die „Idole des Stammes" tribus") wurzeln in der mensch- lichen Natur als solcher (Anthropomorphismus u. a.); die „I. der Höhle" („idola sind die individuellen Vorurteile; die „I. des Marktes" („idola fori") sind durch die Gesellschaft, den Verkehr, die Sprache bedingt; die „L
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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