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Handwörterbuch der Philosophie
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306 Impersonalien — Inbegriff. „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." Dies ist das unbedingte bot der praktischen Vernunft, welche als gesetzgebend auftritt. Wir sollen so handeln, daß wir dabei die Allgemeingültigkeit dieser Handlungsweise wollen können. „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte." Das rium der Sittlichkeit einer Handlung liegt darin, daß wir die Maxime, aus der sie hervorgeht, als allgemeines Gesetz wollen können. Der Mensch existiert nicht bloß als Mittel zu einem Zweck, sondern muß „in allen seinen sowohl auf sich selbst, als auch auf andere vernünftige Wesen gerichteten Handlungen jederzeit zugleich als betrachtet werden". Und so lautet der „praktische Imperativ": „Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst" (Grundleg. zur Metaphys. d. Sitten, WW. 261 ff.; Krit. der praktischen S. 22 ff.; vgl. schon PALEY, The principles of and political 1786). Vgl. COHEN, Kant» Begründung der 1910; A. MESSER, Kants Ethik, 1904; P. Hauptprobleme der Ethik, 1903; SIMMEL, Vorlesungen über Kant2, 1905; Ein- leitung in die II, S. 1 ff. (Der kateg. I. nur,, wenn ich bereits etwas als sittlich, sein sollend vorausgesetzt habe); JODL U. a.; GOLDSCHEID, Zur Ethik des Gesamtwillens I, 1903, S. 85 ff.; VAIHINGER, Die Philos. des Als ob, 1911, S. 650 ff., 726 ff. (der kat. als nützliche „Fiktion"); OSTWALD, Vom energetischen Imperativ, 1912. VgL Sittlichkeit, Autonomie, Rigorismus, Energie. s. Subjektlose Sätze. Unmöglichkeit. Vgl. Ductio, Möglichkeit. Eindruck, Sinneseindruck. — HUME versteht unter „im- pression" jedes psychische Erlebnis, wie es primär als Empfindung, Wahr- nehmung, Gefühl, Streben auftritt. Die Impressionen unterscheiden sich von den Erinnerungsvorstellungen („ideas") durch ihre Lebhaftigkeit und Intensität; jede Vorstellung ist die Kopie einer Impression (Enquiry of human sct. II; Treatise I, sct. 1; III, sct. 5; sct. 14). Ein Begriff, zu dem sich keine „impression" nachweisen läßt, ist ein Scheinbegriff. — Nach M. be- steht jeder Sinneseindruck aus „grenzenlos vielen zeitlichen Abschnitten" und ist daher für unser Erkennen unerschöpflich (Die Logik auf dem 1903, S. 175 ff.). Vgl. BERGSON, Materie u. Gedächtnis, 1908. Impuls (impulsus): Antrieb, Anstoß, Einwirkung einer Momentankraft, momentane, auslösend wirkende Willensregung („Willensimpuls'*). VgL d. phys. Psychol. IIP, 1903, 390, 380). Vgl. Trieb, Imputation: Zurechnung (s. d.). Inadäquat: unangemessen, s. Adäquat. Inbegriff ist die Zusammenfassung einer Mehrheit von Inhalten, Gegen- ständen, zu einem einheitlichen Ganzen. Vgl. BOLZANO, lehre 1837, I, 393 f.; HUSSERL, Philos. der Arithmetik, 1891, I, 79 ff.; B. ERD- MANN, Logik 1892, 162.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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