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Handwörterbuch der Philosophie
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316 Intelligible — Intensität. Kategorien (s. d.) für die intelligiblen, sinnlich nicht wahrnehmbaren Objekte anerkennt, bezeichnet er später das Intelligible als unerkennbar (s. Vgl. FRIES, Wissen, Glaube und Ahndung, 2. A. 1905 (Idee einer „intelligiblen freiwollender ewiger Intelligenzen"). Vgl. Charakter, Mensch. Intelligible intelligibüis): durch das Denken, die Vernunft, die geistige Intuition erfaßbare Idealwelt (die der Ideen bei PLATON; S. Idee). Eine solche gibt es nach PHILON (De mundi opif. 4), PLOTIN (Ennead. V, 9) u. a. Nach JAM- geht aus ihr die intellektuelle geistiger Kräfte (xoopiog voegog) hervor. PROKLUS unterscheidet: intelligible, tellektuelle (Theol. Platon. III, 24); die beiden ersten gliedern sich in Triaden (s. d.), die letzte in Hebdomaden (1. c. IV). Vgl. JOH. ERIUGENA, De divisione naturae V, 18; 24. KANT versteht unter der int. die Idee einer sittlichen eines nur durch das Sittengesetz beherrschten „Reichs der Zwecke" (s. welchem der Mensch (als noumenon", als Vernunftwesen) sich als an gehörig betrachten muß (Grundleg. zur Metaphys. der Sitten, 3. Abschnitt). Die „moralische gratiae") ist die „sofern sie allen sittlichen Gesetzen gemäß wäre". Sie ist „eine bloße, aber doch praktische Idee, die wirklich ihren Einfluß auf die Sinnenwelt haben kann und um sie dieser Idee so viel als möglich gemäß zu machen", ein „System der Freiheit" (Krit. d. rein. Vern.: Vom Ideal des höchsten Guts). Intelligibler Charakter s. Charakter. Intension (intensio): Spannung, Kraftanspannung, im Unterschiede von der Extension, der Ausdehnung. Intensität (intensitas): Spannungsgrad, Stärke der Kraft, Kraftgröße. Die Intensität der Empfindung (s. d.) ist ihre von der Stärke des Reizes abhängige Energie, mit welcher sie im Unterschiede von Empfindungen gleicher Qualität auftritt. Die Intensitätsgrade jedes psychischen Elements bilden ein gradliniges Kontinuum, deren Endpunkte die Minimal- und Maximalempfindung (bzw. M.- und sind (vgl. WUNDT, Grundr. d. Psychol.5, 1902, S. 37 f.). Nach F. BRENTANO ist die I. das „Maß von Dichtigkeit" in der scheinbar stetigen Erfüllung eines Sinnesraumes (Zur Lehre von den Empfindungen, vgl. R. Das Ganze der Philos., 1896, S. ff.; BERGSON,. Essais sur les de la conscience, 1904, S. 6: keine psychische L). Nach KANT lautet das Prinzip der „Antizipationen der Wahrnehmungen": „In allen Erscheinungen hat die Empfindung und das Reale, welches ihr an dem entspricht . . ., eine intensive Größe, d. i. einen Die „intensive Größe" des Objekts ist der Grad des Einflusses desselben den Sinn (Krit. d. rein. Vern., S. 164 ff.; 2. A. hrsg. von Valentiner, S. 205 ff.). Die intensive jeder Erscheinung a priori zugeschrieben werden kann immer noch vermindert gedacht werden, so daß zwischen Realität und Negation ein „kontinuierlicher Zusammenhang möglicher Realitäten und mög- licher kleinerer Wahrnehmungen" besteht. Eine „Kategorie" ist die I. nach E. v. HARTMANN (Kategorienlehre, 1896, S. 68) u. a. VgL L. W. STERN, Person u. Sache, 1906, I, 402 ff.; W. REIMER, Der Intensitätsbegriff in der Psychologie, 1911. —- Vgl. Quantität, Unendlich (COHEN).
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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