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Handwörterbuch der Philosophie
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Interferierende Begriffe — Introjektion. K. 4L; WW. X), STEINTHAL (Einleit. in d. Psychol., S. 330) u. a. erklären das I. als Bereitwilligkeit einer Vorstellungsmasse zur Apperzeption eines vgl. EBBINGHAUS, Grdz. d. Psychol., 1905, I, 577. Als Lust am Bemerken bestimmen das I. STUMPF (Tonpsychologie, 1883—90, II, 280), TH. KERRL u. a. Nach JERUSALEM ist es die „Lust aus der Betätigung unseres intellek- tuellen Funktionsbedürfnisses" (Lehrb. d. 1907, S. 161). Das theore- tische I. ist ,,die Freude an der erfolgreichen eigenen Tätigkeit unseres Ver- standes" (Die Aufgaben des Lehrers an höheren Schulen, 2. A. 1912, S. 75 f.; vgl. S. 166 ff.). Nach STOUT (Analyt. Psychology 1902, 224 ff.) u. a. ist das I. die Aufmerksamkeit selbst. Nach OSTERMANN (Das I.8, 1912) ist Interesse „Wertbewußtsein oder Wertschätzung" und beruht auf dem Gefühl oder wächst aus diesem heraus. Verschiedene Forscher (RIBOT, JODL, KREIBIG u. a.) unterscheiden unmittelbares Gefühlsinteresse und Assoziationsinteresse. Die Bedeutung des I. für das Denken und Erkennen betonen von CONDILLAC bis herauf zur Gegenwart viele Autoren; vgl. F. C. S. SCHILLER, Humanismus, 1911; KREIBIG, Die Funktionen, 1909. — Von einem „inhärenten Interesse" als angeborener Triebfeder aUes Handelns spricht RATZENHOFER (Positive Ethik, 1901, S. 64 ff.). — Vgl. RIBOT, Psychologie de 1888; JODL, Lehrb. d. Psychologie, 1909; OFFNER, Das Gedächtnis2, 1911; JAMES, Psychologie, PETZOLDT, in die Kritik der reinen Erfahrung I, 1900, ff.; LIPPS, Leitfaden der Psychologie, 3. A. 1909; OSTERMANN, Das i.8, 1912 (auch historisch); LIPMANN, Die Spuren interessebetonter Erleb- nisse und ihre Symptome, 1911; C. NAGY, Psychologie des kindlichen Inter- esses, 1912; F. ARNOLD, Attention and Interest, 1910. Interferierende Begriffe sind Begriffe, deren sich kreuzen, also teilweise decken (Dampfschiff — Kriegsschiff). Vgl. LINDNER-LECLAIR, Lehrbuch d. allgemein. Logik8, 1903, S. 46. zwischen verschiedenen Geistern; die Beziehung, Wechsel- wirkung zwischen verschiedenen Subjekten (TARDE U. a.). Intermundien (intermundium, weiten, in welchen nach die Götter ein seliges Leben führen (Diog. Laert. X, 89; Cicero, De divinat. II, 17, 40). Interpolation ist nach LIEBMANN die AusfüUung des lückenhaften Wahrnehmungsmaterials durch Einschaltung der fehlenden Zwischenglieder vermittelst der Prinzipien der realen Identität, der Kausalität, der Kontinuität der Existenz, der Kausalität, der Kontinuität des Geschehens (Gedanken u. Tatsachen II, ff.; 2. A. 1904; Die Klimax der Theorien, 1884, K. 7). VgL Extrapolation. ist das für eine Vielheit von Subjekten gemeinsam Geltende (J. WARD, JERUSALEM, GOLDSCHEID U. a.). Vgl. Objektiv, Trans- zendent, Wert. Introjektion: Einlegung, Verlegung psychischer Zustände und Tätigkeiten in die Dinge, welche also nach Analogie des erlebenden, wollenden Ich aufgefaßt, gedeutet werden. Schon auf der primitivsten Stufe des Er- kennens werden die Dinge als beseelte Subjekte aufgefaßt (s. Animismus) und noch im naturwissenschaftlichen Kraftbegriff (s. d.) zittert die Introjektion der
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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