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Theorie — Kartesianismus.
erschallte (bei ZELLER, LIEBMANN, Kant und die Epigonen, 1865;
2. A. 1912, u. a.) der Ruf: Zurück zu — Von den „Neukantianern",
welche zum Teil den „reinen" Kant verkünden, zum Teil sich an FRIES
anlehnen, oder aber von FICHTE, von HEGEL U. a. beeinflußt sind, seien
genannt: K. FISCHER, W. TOBIAS, MARCUS, REICKE, L. GOLDSCHMIDT,
E. ARNOLDT, WERNICKE, E. MARCUS 1912), A. KRAUSE, LASSWITZ,
THIELE U. a.; F. A. LANGE, J. B. MEYER, HELMHOLTZ, FR. SCHULTZE, VAI-
HINGER u. a.; NELSON, HESSENBERG, K. KAISER, GRELLING; EWALD,
ELSENHANS, 0. SCHNEIDER U. a.; LIEBMANN, A. RIEHL, HÖNIGSWALD,
B. KERN, STADLER U. a.; H. COHEN, P. NATORP, W. KINKEL, E. CASSIRER,
K. VORLÄNDER, FALTER, GÖRLAND, N. HARTMANN U. a. („Marburger
Schule", rationalistischer Kantianismus); B. BAUCH, F. MEDICUS, A. MESSER,
ADICKES, REININGER, ADLER, STAUDINGER, STAMMLER, E. KÖNIG,
H. LESER U. a.; WINDELBAND, RICKERT. MÜNSTERBERG, J. COHN U. a.
(von FICHTE beeinflußt), RENOUVIER, GREEN, CANTONI, TOCCO U. a. Vgl.
Kants Schriften, hrsg. von Hartenstein 1838, neue Ausgabe, 1867—69; von
Rosenkranz und Schubert, 1838—42; von der Akademie der Wissenschaften in
Berlin, ff.; in der „Philos. Bibliothek"; von Cassirer, F. Groß (1912 f.);
VAIHINGER, Kommentar zur Kritik der reinen Vernunft, 2 Bde., 1881 f.;
COHEN, Kommentar, 1909; K. Geschichte der Philos. III,
1898 ff.; KRONENBERG, Kant4, 1910; PAULSEN, K., 4. A. 1900; CHAMBERLAIN,
1. K., 1905; UPHUES, K. u. seine Vorgänger, 1906; SIMMEL, K., 2. A. 1905;
KÜLPE, K., 1906; E. v. ASTER, K., 1910; B. BAUCH, K., 1911; B. ERDMANN,
K.s Kritizismus, 1878; Reflexionen zu Kants Krit. d. rein. Vern., 1884; COHEN,
Kants Theorie der 1885; Kants Begründ. der Ethik8, 1911; EIS-
LER, Worte Kants, Literatur über Kant vgl. bei UEBERWEG-HEINZE,
Grundriß der Gesch. d. Philos. A. STADLER, Kant, 1912; NATORP,
Kant u. die Marburger Schule, 1912. — Vgl. die Zeitschrift „Kant-Studien".
Vgl. Kritizismus, Erkenntnistheorie, Ethik, Erfahrung, Transzendental, A priori,
Apperzeption, Gbjekt, Idealismus, Mathematik, Realität, Tatsache, Sein, Ge-
schichte, Soziologie, Willensfreiheit, Charakter, Ich u. a.
Theorie s.
Kardinaltugenden heißen die aus welchen sich
anderen Tugenden als Spezialformen oder Folgen ergeben. So gibt es nach
PLATON vier Kardinaltugenden: Weisheit (oocpla), Tapferkeit Maß-
halten, Besonnenheit als Tugenden der einzelnen Seelenteüe, und
Gerechtigkeit als richtige Betätigung aller Seelenteüe und Tugen-
den zusammen (Republ. 433 ff.). Über die Gliederung der Tugenden bei
ARISTOTELES u. a. Tugend. Die christlichen (theologischen) Kardinal-
tugenden sind Glaube, Liebe, Hoffnung (AMBROSIUS). Von PLATON beeinflußt
ist die Aufstellung der Kardinaltugenden bei SCHLEIERMACHER (System der
Sittenlehre, § 296) und NATORP (Sozialpädagogik8, 1904, S. 103 ff.).
Die Philosophie CARTE-
des Begründers des Rationalismus (s. d.) und Dualismus (s. d.).
Er will die Philosophie voraussetzungslos aufbauen, geht methodischen
Zweifel (s. d.) aus und gewinnt in der Tatsache des erkennenden Bewußtseins
die Grundlage des Philosophierens (s. Cogito). Ais Vorbild Methodik des
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Buch Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften