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Handwörterbuch der Philosophie
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326 — Kategorie. Erkennens ihm die Mathematik. Klarheit (s. d.) und Deutlichkeit be- zeichnet er als Kriterium der Wahrheit (s. d.). Die kartesianische Physik ist mechanistisch (s. d.), die Materie (s. d.) hat ihre Grundeigenschaften in Aus- dehnung und Bewegung; innere Kräfte kommen ihr nicht zu. Die Seele (s. d.) ist eine vom Körper völlig verschiedene Substanz. Gesamtwerke, 1650, 1824 bis 26 (ed. V. Cousin), 1897 ff.; deutsch in der „Philos. Bibliothek". VgL F. BOUILLIER, Histoire de la phüos. 3. 1868; NATORP, Des- Erkenntnistheorie, KASTIL, Studien zur Erkenntnistheorie I, 1909. — Kartesianer sind RENERIUS, BEKKER, CLAUBERG, COR- DEMOY, ARNAULD, NICOLE, MERSENNE, CHR. U. a. Von DESCARTES beeinflußt sind SPINOZA, GEULINCX, MALEBRANCHE U. a. — Vgl. Okkasiona- Gott, Wahrhaftigkeit. Kasualismus (casus, Zufall): Zurückführung der Welt- entstehung oder des Werdens auf den Zufall (s. d.) VgL Entwicklung, Atom, Kontingenz. Lehre von den zwischen verschiedenen Pflichten (s. d.), bzw. nur zwischen verschiedenen Verhaltungsmöglichkeiten, Tendenzen, Interessen. Vgl. CICERO, De I, 2, 7 ff.; F. Über den Wider- streit der Pflichten, 1878. Katalepsie s. Hypnose. (cpavxaola nennen die die den Beifall (s. die derselben als wahr bestimmende (xaxaoncooa vom Objekt ausgehende, evidente Vorstellung, durch welche ein reales Objekt erfaßt, ergriffen wird xcov xr)v vndgxovxog xal Diog. Laert. VII, 46 Sextus Empir. Adv. Mathem. VII, 257, Cicero, I, 11, vgl. über verschiedene Auf- fassungen der k. V.: ZELLER, Philos. d. Griechen III8 1, 85; L. STEIN, Psychol. der Stoa II, 174; P. BARTH, Die 1908, S. 104 ff.; UEBERWEG-HEINZE, Grundr. d. Geschichte d. Philos., ff., I10). Vgl. Wahrheit, Kategorie praedicamentum, Aussage): allgemeine Klasse von Begriffen, von Aussagen. Logisch-erkenntniskritisch sind die Kategorien des Denkens die der denkenden Verarbeitung des Er- bzw. die Begriffe, welche diese Grundformen zum Inhalt haben (Kategorien als Funktionen Formbegriffe). Sie sind weder angeborene noch empirische, aus dem Erfahrungsinhalt abstrahierte sondern Begriffe, welche psychologisch durch Reflexion auf die synthetische, vergleichend- beziehende Funktion des Bewußtseins, deren Produkte sie sind, Zustandekommen. Rein logisch, erkenntniskritisch betrachtet sind sie apriorische (s. d.), d. h. ein- heitlich-zusammenhängende, objektive Erfahrung bedingende, ermöglichende, konstituierende Formen, Formen des einheitlichen Zusammenhanges von Erfahrungsinhalten, Mittel zur Herstellung eines solchen Zusammenhanges, deren im „reinen Erkenntniswillen", im WiUen zu einheitlichem Zusammenhang aller möglichen Daten der Erfahrung liegt. Sie sind durch diesen Willen gesetzt, gefordert, und gelten, da ohne sie einheitlicher Erfahrungszusammenhang nicht möglich ist, für alles, was Gegen- stand der Erfahrung werden kann, also objektiv, die objektive Wirklichkeit oder
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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