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Handwörterbuch der Philosophie
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Kategorie. der Quantität: Einheit, Vielheit, Allheit; 2. der Qualität: Realität, Negation,. Limitation; 3. der Relation: Inhärenz und Subsistenz (Substanz und Akzidens),- Kausalität und Dependenz (Ursache und Wirkung), Gemeinschaft (Wechsel- wirkung); 4. der Modalität: Möglichkeit — Unmöglichkeit, Dasein — sein, Notwendigkeit — Zufälligkeit. Die ersten zwei Klassen von sind die der „mathematischen", die beiden letzteren die der „dynamischen" erstere gehen auf Gegenstände der Anschauung, letztere auf die- Existenz dieser Gegenstände. jeder Klasse entspringt die dritte aus der Verbindung der zweiten mit der ersten ihrer Klasse. Die Kategorien sind die Begriffe, durch die der Verstand ein Objekt der Anschauungen durch die er erst aus den Erfahrungsdaten objektive Erfahrung und zugleich Erfahrungsobjekte macht; und dies, daß die Kategorien Bedingungen tiver Erfahrung sind, erklärt, daß sie sich, obzwar sie apriorische sind, doch auf Erfahrung und deren Objekte beziehen, für diese selbst gelten. („Transzendentale Deduktion" der s. Deduktion): „Begriffe, die objektiven Grund der Möglichkeit der Erfahrung abgeben, sind eben notwendig." „Die Bedingungen a priori einer möglichen Erfahrung sind zugleich Bedingungen der Möglichkeit der Gegenstände Der reine Verstand (s. d.) ist in den Kategorien das „Gesetz der synthetischen Einheit aller Erscheinungen, und macht dadurch Erfahrung ihrer Form allererst und ursprünglich möglich". A priori sind die Kategorien nur mög- lich, „weil unsere Erkenntnis mit nichts als Erscheinungen zu tun hat, Möglichkeit in uns selbst liegt, deren Verknüpfung und Einheit (in der stellung eines Gegenstandes) bloß in uns angetroffen wird, mithin vor Erfahrung vorhergehen . . . muß". Die Kategorien dienen denn auch nur zur Möglichkeit empirischer, nicht transzendenter (s. Erkenntnis. Auf an sich bezogen, haben sie ganz und gar ,keine „Bedeutung", ihr „Gebrauch" ist nur innerhalb möglicher Erfahrung möglich. „Sie dienen gleichsam nur,. Erscheinungen buchstabieren, um sie als Erfahrung lesen zu können", indem sie „Arten der synthetischen Einheit der Apperzeption (s. d.) des in der An- schauung gegebenen Mannigfaltigen" sind. Sie bedürfen irgendwelcher stimmungen ihrer Anwendung auf Sinnlichkeit, auf das Anschauliche, werden durch das transzendentale „Schema" (s. d.) realisiert und auf das eingeschränkt; ohne Bezug auf dieses sind sie „leer", sinnlos, unbrauchbar, Erkenntniswert, nichts als rein formale, logische Funktionen ohne Gegenstand. Sie sind eben „nur Regeln für einen Verstand, dessen ganzes Vermögen Denken besteht, d. i. in der Handlung, die Synthesis des Mannigfaltigen, welches ihm anderweitig in der Anschauung gegeben worden, zur Einheit Apperzeption zu bringen, der also für sich gar nichts sondern den Stoff zur Erkenntnis, Anschauung, die ihm durchs Objekt gegeben muß, verbindet und ordnet" (Prolegomena, § 30; Krit, d. rein. Vern., S. 95 107 ff., 142 ff., 229 ff., 662 ff.). Ohne durchweg gerade die zahl der Kategorien anzuerkennen, teilweise mit Modifikationen und mit Versuchen einer Ableitung der Kate- gorien, ferner bald mehr in psychologisierend-subjektivistischer, bald in logischer, streng Form haben Kantianer und „Neukantianer" die Kantsche Theorie aufgenommen und weitergebildet. So REINHOLD (Ver- such einer neuen Theorie II, 458), BECK (Erläuternder Auszug III), KRUG,. der auch „Kategorien der Sinnlichkeit" (Räumlichkeit, Zeitlichkeit —
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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