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Handwörterbuch der Philosophie
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330 Kategorie. Kant = unterscheidet (Handbuch der Philos. 261 ff.), FRIES (Neue Kritik II), S. MAIMON, nach welchem die K. An- wendungen logischer Formen auf Gegenstände, „nicht zum gebrauch, sondern zum Gebrauch von a priori bestimmten Objekten der Mathe- matik bestimmt" sind (Versuch einer neuen Logik, 1794) u. a. SCHOPEN- HAUER wirft Kant einen Hang zur „architektonischen Symmetrie" vor und anerkennt als wahre Kategorie nur die Kausalität als Wille u. Vor- stell. I. Bd., Anhang). Aus der Oganisation unseres Denkens leiten die K. F. A. LANGE (Gesch. d. Materialismus, 1902, II), B. MEYER, HELMHOLTZ Kraft, Kausalität), A. u. a. — Rein logisch faßt die Kategorien H. COHEN auf. Sie sind die Grundlagen, Voraussetzungen wissenschaftlicher Erkenntnis und ihrer Objekte, nicht subjektive, angeborene Begriffe, sondern nur im Urteil lebendig, „die Grundformen, die Grundrichtungen, die Grund- züge, in denen das Urteil sich vollzieht". „Die Kategorie ist das Ziel des Ur- teils, und das Urteil ist der Weg zur Kategorie." Das Urteil erzeugt die sach- lichen Grundlagen als die Voraussetzung der Wissenschaft. Eine Urteilsart kann eine Mehrheit von Kategorien enthalten und eine Kategorie kann in mehreren Urteilsarten enthalten sein (Logik, 1902, 43 ff., 222, 343; Kants Theorie d. Erfahrung2, S. 248 ff.; Kants Begründ. der Ethik2, 1911, S. 29). Ähnlich CASSIRER, nach welchem die Urteilsformen sich in der Erschaffung und Formulierung immer neuer Kategorien betätigen (Das Erkenntnisproblem, 1906 ff., I, S. 19; 2. A. Substanzbegriff u. Funktionsbegriff, 1910). Die kriti- zistische Auffassung der Kategorien findet sich ferner bei NATORP, KINKEL, HUSSERL, SIMMEL (Hauptprobleme der Philosophie, 1910), B. BAUCH U. a. In anderer Weise auch bei WINDELBAND (Vom System der Kategorien, 1900), und „reflexive" K. unterscheidet, RICKERT, J. COHN, E. LASK (Die Logik d. Philos. u. die Kategorienlehre, 1911) u. a., REININGER, B. KERN, F. J. SCHMIDT U. a.; A. MESSER, EWALD („empirische Behaftung" der Kategorien, der „idealen, reinen Formen . . ., die die Wahrnehmung zur Erkenntnis veredeln", deren A priori aus den Denkgesetzen sowie der sie be- herrschenden Einheit und Identität Kants kritischer Idealismus, 1908), H. MAIER, J. BAUMANN, RIEHL („Formen des „logische Funktionen in deren bestimmter Anwendung, in Anwendung auf An- schauungen"; sie stammen aus der Identität, formalen Einheit des Bewußt- seins; Der philos. Kritizismus I2, 1908, 68, 276, 384), HÖNIGSWALD, LIPPS (Apperzeptionsformen), RENOUVIER, nach welchem die Relation die oberste Kategorie ist (Essais de I, ff., 184 ff.; Nouvelle Monado- logie, 1899, S. 95 ff.) u. a. (vgl. Kantianismus, Erkenntnistheorie). Als Denkformen, die zugleich Seinsformen sind, entwickeln die Kategorien FICHTE, SCHELLING, HEGEL. Nach HEGEL sind die Kategorien des Verstandes als solche „beschränkte Bestimmungen, Formen des Bedingten, Abhängigen, Vermittelten", die erst durch die Dialektik (s. d.) zu Momenten der Denk- und Seinsentfaltung werden (Sein: Qualität, Quantität, Maß; Wesen: Grund, Erscheinung, Wirklichkeit mit Substantialität, Kausalität und Begriff: subjektiver Objekt, Idee; Enzyklop. § 20, 43 ff.). Ideal-real sind die K. ferner nach SCHLEIERMACHER, CHR. KRAUSE, C. H. WEISSE (Grundzüge der Metaphysik, 1835, S. 37 ff.), W. ROSENKRANTZ, ROSMINI-SERBATI, V. COUSIN a., TRENDELENBURG (Geschichte der Kategorienlehre, 1846, S. 358 ff.,; Logische Untersuch., 1870, J. H. FICHTE, ULRICI, PLANCK, HARMS,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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