Seite - 355 - in Handwörterbuch der Philosophie
Bild der Seite - 355 -
Text der Seite - 355 -
— Kritik.
BON des forces, S. 14 ff.) u. a. Vgl. HERBART, Allgemeine
Metaphys. II, 1828/29 (Die Wesen sind nur in ihrem „Zusammen" Kräfte);
LACHELIER, Psychol. u. Metaphysik, 1908, S. 77 ff. (K. = Tendenz einer Be-
wegung nach einem Ziele); R. Das Ganze d. Philos., 1894, S. 113 ff. (die
K. kommt nur den unerkennbaren „Urfaktoren" zu); REINKE, Philos. der Bo-
tanik, 1905, S. 37 ff. (Annahme von „Richtkräften", vgl. Dominante, Leben;
dagegen u. a. R. GOLDSCHEID, nach welchem die „Richtung" jeder Kraft eigen
ist; Höherentwicklung u. Menschenökonomie I, 1911); WUNDT, Logik
1893—95, S. 583 f., 614 ff.; II2 1, S. 327 ff.; 3. A. 1906/08; System d. Philos.
d. Naturlehre, 1910 (K. „die an die Substanz gebundene
Kausalität"; alle Naturkräfte sind bewegende, von Kraftatomen ausgehende,
Zentralkräfte); E. v. HARTMANN, Die Weltanschauung d. modernen Physik, 1904;
2. A. 1909; E. BECHER, Philos. Voraussetzungen der exakten Naturwissenschaft,
VOLKMANN, Erkenntnistheoret. Grundzüge der Naturwissenschaften, 2. A.
1910; LIPPS, Naturwissenschaft u. Weltanschauung, 1906, S. 20; J. SCHULTZ,
Die Büder von der Materie, 1905; HÖFFDING, Das menschliche Denken, 1911;
Naturphilos. 1907, S. ff.; F. AUERBACH, Die Grundbegriffe der
modernen Naturlehre2, 1900; BERGSON, et memoire, 1910, S. 222 f. und
JOEL, Seele u. 1912 (Kraft und Stoff = Gegensätze, die ineinander um-
wandelbar sind); E. DREHER, Über den Begriff der K., 1885; K. und Materie,
1893; A. TURNER, Die K. u. Materie im 1894; VARISCO, Forza ed
energia, 1904; E. REYER, Kraft2, 1909; P. J. MÜLLER, K. U. Stoff, 1909;
WERNER, K. U. Stoff, 1909; H. HERZ, Energie u. seelische Richtkräfte,
1909. — Vgl. Materie, Atom, Substanz, Dynamisch, Energie, Richtung, Öko-
nomie, Naturphilosophie (Literatur), Vorstellung.
Kraft-Ideen s. Idee (FOUILLEE).
Kraftsinn s. Muskelsinn.
s. Creatianismus.
Kreiserklärung s. Circulus, Zirkelbeweis, Definition.
Kriminalpsycnologie s. Verbrechen.
Kriterium urteilen): Unterscheidungsgrund, Kenn-
zeichen, Prüfstein. Vom K. der Wahrheit (s. d.) sprechen zuerst die Stoiker;
nach den Skeptikern (s. d.) gibt es kein solches K. (Sext. Empir. adv.
Mathem. 150 ff.). — L. W. STERN versteht unter K. einen „empirischen Tat-
bestand, aus dem wir im Einzelfalle das Wirklichwerden einer Denkforde-
rung widerspruchslos erdeuten". Die „Kriterienlehre" untersucht, welchen
Erfahrungssymbolen der Wert einwandfreier Erkenntniskriterien zukommt
(Person u. Sache, 1906, I, 120 ff.). Vgl. ou
theorie de la certitude, 1899.
Kritik bei ARISTOTELES = Lehre vom Urteü, critica): Beur-
teüungskunst, Scheidung des Richtigen vom Falschen, Wertvollen vom Wert-
losen, Prüfung einer Leistung, eines Werkes nach Bedeutung und Wert des
Gebotenen, auf seine Angemessenheit zu den Forderungen und Normender
theoretischen oder der praktischen Vernunft oder des Geschmackes hin. Über
Erkenntniskritik, Kritik der reinen Vernunft vgl. Erkenntnis-
theorie, Kritizismus. VgL RASIUS, Rechte u. Pflichten der K., 1898.
23*
zurück zum
Buch Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften