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Handwörterbuch der Philosophie
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lieben. 36T STRASSEN, Zur Widerlegung des Vitalismus, Archiv f. Entwicklungsmechanikr XXVI, 1. H., 1908. Als kosmisches, universales Prinzip wird das „Leben" von verschiedenen Philosophen aufgefaßt („Panvitalismus": BRUNO, GOETHE U. So ist nach FICHTE alles Sein „lebendig und in sich tätig, und es kein anderes als das Leben". Das „Zeitleben" ist die Manifestation des ewigen, unwandelbaren göttlichen Lebens (WW. VI, 361 ff.). In naturphilosophischen Periode betrachtet SCHELLING das Leben als das sprüngliche, die als in welchem ein ständiges Pro- duzieren, der „Trieb einer unendlichen Entwicklung" Nach FECHNER. ist das Einzelleben ein im ewigen Leben" (Über die frage, 1861, S. 115; vgl. Organismus). Nach SCHOPENHAUER ist der „Wille zum Leben" das Ding an sich (vgl. Wüle). NIETZSCHE, der dafür den zur Macht" setzt, betrachtet das Leben und die Lebenssteigerung als Wert (vgl. WW. XV; s. Apollinisch). Ebenso GUYAU, nach welchem Lebenstrieb der Kern des Seienden ist und das Leben nach möglichster strebt (Sittlichkeit ohne Pflicht, 1909, S. 99 ff., 270 vgl. LACHELIER, Psycho- logie u. Metaphysik, 1908: „Lebenswille"). Auch nach BOUTROUX ist der Kern der Wirklichkeit Leben. Nach ist das Leben das Absolute, die lichkeit in ihrem unmittelbaren Sein, das über alle Kategorien erhabene Werden.. Das Leben ist wahre „Dauer" (s. d.), stetige, innere, schöpferische lung (s. d.), welche die Vergangenheit im Gegenwärtigen dynamisch und beständig Neues schafft, getrieben vom vital" originel"), vom Lebensschwung, Lebensimpuls, der das Leben emportreibt; wo die (tension) nachläßt, da sinkt das Leben, da veräußerlicht es sich zu einer homogener Elemente, da verräumlicht, mechanisiert es sich (vgl. Materie), statt aktiv, frei, selbstherrlich über alles Stabile, Feste, Mechanische, Gewohn- heitsmäßige hinaus- und emporzustreben. Der Verstand durch Betrachtungsweise nicht das innere, wahre, stetige Leben, das nur die (s. d.) erfaßt creatrice, S. 24 ff., 31 ff., 273 ff.). lehrt K. (Seele u. 1912, S. 372 ff: „Die Dinge relativ, das Leben aber absolut"), auch H. v. (Prolegomena zur Naturphilosophie, 1910), MAETERLINCK U. a. — Nach gibt es ein geistiges All-Leben, zu dem wir uns, kämpfend um einen geistigen Lebensinhalt, durch eigene Aktivität erheben müssen (Der Sinn und Wert des Lebens, 1908, S. 91 ff.; einer neuen Lebensanschauung, Erkennen u. Leben, 1912). — Vgl. FICHTE, Die Bestimmung des Menschen,. 1800; zum seligen Leben, 1806; Abriß des Systems Biologie, 1805; Lehrbuch der Naturphilosophie, 1809-11; 2. A. 1831; CHR., KRAUSE, Das Urbild der Menschheit, 1811; 3. A. 1903; HEGEL, Naturphilo- sophie, S. 465 ff.; HERBART, Lehrbuch zur Psychologie8, S. 111 ff.; R. CHOW, Gesammelte Abhandlungen zur wissenschaftl. Medizin, DÜHRING,. Wirklichkeitsphilosophie, 1895, S. ff.; WEISMANN, Über Leben u. 1884; FOREL, Leben und Tod, 1908; UNOLD, Organische u. soziale gesetze, 1906; W. FLIESS, Der Ablauf des Lebens, 1906; BILHARZ, Die vom Leben, BOURDEAU, Le de la vie, L. W. STERN, Person u. Sache, 1906, I, 275 ff.; PALAGYI, Naturphilos. Vorlesungen, 1908, S. 9 ff.;. A. STÖHR, Der Begriff des Lebens, 1910 (auch historisch); C. SIEGEL, Wissen- schaftliche Beüage der Philos. Gesellschaft in Wien, 1910 (Das Leben nicht
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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