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Handwörterbuch der Philosophie
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Logik. des richtigen Denkens (des richtig Gedachten) als Regeln, Normen, Forde- rungen aufstellt, nach denen alles Denken, welches logisch-zweckmäßig, richtig sein will, richten muß. Der Erkenntnis der Dinge dient die Logik in- direkt dadurch, daß sie zeigt, welchen formalen Anforderungen die Begriffe, Urteile und Schlüsse der Einzelnen wie der Wissenschaft genügen müssen, um Anspruch auf Gültigkeit machen zu die „materiale Wahrheit" der Erkenntnis freilich kann auf rein logischem Wege allein nicht ermittelt werden. Auch kann die L. allein nicht denken wohl aber macht sie das Denken bewußter, zeigt konstante von Irrtümern, die sie vermeiden lehrt, gibt Mittel zu Beweisen, Widerlegungen an die Hand, läßt leichter Widersprüche erkennen, Urteile sicherer begründen usw. — kurz sie gibt feste Kriterien zur Beurteilung und Vervollkommnung der Denkmethoden an Hand, als „Elementarlehre", welche es mit den Elementen des Denkprozesses: Begriff, Urteil, Schluß zu tun hat, und als „Methodenlehre", welche das all- gemeine und spezielle Verfahren gedanklicher Verarbeitung, Begründung, Ordnung und Darlegung des Wissensstoffes festlegt, kritisch beurteilt und systematisch zusammenfaßt. — „Formal" ist die L., insofern sie von dem be- sonderen Inhalt des Denkens abstrahiert und nur die Formen der theore- tischen gültigen Verbindung von Denkinhalten, den Zusammen- hang von Geltungseinheiten, die Relationen des Gedachten als betrachtet, ganz unabhängig von dem Umstand, ob die Denkinhalte „Realität" haben oder nicht. Eben deshalb können und müssen dann die logischen Gesetze und Normen für alles, was Denkinhalt werden kann, a priori ausnahms- los gültig sein (s. Denkgesetze). Es ist das Ideal des Denkens, alle seine Objekte in einen logischen, einheitlich-stetigen Zusammenhang zu bringen, die Erkenntnis (s. d.) der objektiven ist durch die immer mehr fortschreitende Verwirklichung dieses Denkwillens bedingt, der in den Wissen- schaften sich betätigt und dessen Forderungen eben die Logik zum vollen Bewußtsein bringt (vgl. Wahrheit). Ansätze zur Logik finden sich schon bei den (s. d.), Sophisten, (s. Dialektik), bei SOKRATES, der auf die Definition (s. d.) und (s.d.) Wert legt, insbesondere bei PLATON, der nach den logischen Grundlagen der Erkenntnis des Seienden forscht (vgl. Idee, Hypothesis; vgl. N. HARTMANN, Logik des Seins, 1909). Der Begründer der L. als Disziplin ist ARISTOTELES, dessen Untersuchungen später im „Organon" ver- einigt wurden. Seine Logik ist formal, und an der Grammatik orientiert, setzt aber die Denkformen (vgl. Kategorien) zum Seienden in Beziehung. Die ist wesentlich „Analytik" (s. d.), sie betrachtet die Elemente des Denkens (Begriff, Urteil, Schluß), beschäftigt sich aber auch mit der Definition, Ein- teilung, dem Beweis (Schriften: und voxega; in der Ausgabe der Berliner Aka- demie, 1831 f., ferner Teubnersche u. a. Ausgaben; deutsch in der „Philos. vgl. TRENDELENBURG, logices Aristotelicae, 1836; 9. A. 1892). Eine Weiterbildung erfährt die L. durch die Peripatetiker EUDEMOS und THEOPHRAST (Hypothetische und disjunktive Schlüsse), durch die Stoiker, nach welchen die L. (hier zuerst der Ausdruck) in Rhetorik und Dialektik (s. d.) zerfällt (Diogen. Laert. VII, 41 f.) und von den sprachlich formulierten Aussageinhalten handelt, die (s. Kanonik, Induktion), manche Skeptiker (s. Wahrscheinlichkeit), PORPHYRIUS (S.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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