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Handwörterbuch der Philosophie
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Maxime — Mechanik. 395 typischen Geometrien u. das Unendliche, 1907; Philos. des Erkennens, FRISCHEISEN-KÖHLER, Wissenschaft u. Wirklichkeit, 1912; B.JAKOWENKO, Die Logistik u. die transzendentale der Mathematik, Bericht über den III. intern. Kongreß f. Philos., 1909; A. REYMOND, Logique et matique, 1908; M. CANTOR, Vorlesungen über Geschichte der M., 2. A. 1894 bis 3. A. 1900 J. BAUMANN, Die Lehren von Raum, Zeit und Mathematik, 1868; BRUNSCHVICG, Les de la philos. 1912; WHITEHEAD and B. RUSSELL, Principia mathematica I, 1911; F. KUNTZE, Denkmittel der Mathematik im Dienste der exakten Darstellung erkenntnis- Probleme, 1912; R. HÖNIGSWALD, Zum Streit über die Grundlage der M., 1912. — Vgl. Raum, Zahl, Axiom, Unendlich, Logik, Gegenstandstheorie. Maxime sc. propositio sive regula): oberster Grundsatz; sub- jektive Richtschnur, Regel des Handelns, der Willensentscheidung. Der Ausdruck „Maxime" hat zuerst logische Bedeutung (BOETHIUS: „maximae et propositiones; vgl. PRANTL, Gesch. der Logik IV, 1855, 19, 78) und gewinnt erst im Französischen einen praktischen Sinn (vgl. LA ROCHEFOUCAULD, Reflexions ou sentences et maximes morales, 1665). KANT unterscheidet die M. vom objektiv gültigen Gesetz oder Imperativ (s. d.) als das „subjektive Prinzip des Wollens" oder als das „subjektive Prinzip zu handeln, was sich das Subjekt selbst zur Regel macht" (Grundleg. zur Meta- phys. der Sitten, 2. Abschn.; Krit. d. praktischen Vernunft). Vgl. KREIBIG, Werttheorie, 1902, S. 25. heißt in der indischen Philosophie die (zuerst als Göttin vorge- Ursache der Illusion, vermöge deren das wahre, eine Seiende als Viel- heit von Individuen erscheint („Schleier der Maya"; vgl. auch die Schriften SCHOPENHAUERS). (von Ahura Mazda, der guten Gottheit) heißt die religiös- Lehre der alten Perser, die dem ZARATHUSTRA zugeschrieben wird und die einen religiös-ethischen Dualismus (Kampf zwischen dem guten, lichten und dem bösen, finsteren Prinzip) enthält. Vgl. Zend-Avesta, deutsch 1852, 1885 f., 1910; L'Avesta, 1880. Mechanik ist die Wissenschaft vom Gleichgewicht und den Bewegungen der Körper sowie von den Kräften (s. d.) derselben. Sie gliedert sich in Statik und Dynamik (s. d.). Der M. liegen apriorische Grundsätze Axiom) sowie gewisse Postulate, Definitionen, Abstraktionen („Idealfälle") und z. Teil auch Vereinbarungen zugrunde (vgl. POINCARE, Science et hypo- 1902; deutsch2 1906; Die neue Mechanik, 1911). Während bisher meistens der Erklärung der physikalischen Vorgänge mechanische „Modelle" zugrundegelegt wurden, wird jetzt öfter versucht, die mechanischen Phänomene selbst auf elektrische Vorgänge zurückzuführen (vgl. ENRIQUES, Probleme der Wissenschaft II, 1910). — Eine Mechanik des Psychischen hat HERBART ver- sucht (s. Statik). — Für die Geschichte der M. sind von Bedeutung STEVIN, VARIGNON, TORRICELLI, ROBERVAL, GALILEI, DESCARTES, LEIBNIZ, HUYGENS, NEWTON, Jakob u. Johann BERNOULLI, EULER, D'ALEM- LAGRANGE, POISSON, POINSOT, GAUSS, MAXWELL, KIRCHHOFF, HERTZ, BOLTZMANN, MACH U. a. — Vgl. NEWTON, Naturalis philosophiae principia mathematica, 1687; deutsch 1872; FRIES, Mathematische Naturphilosophie,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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