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Handwörterbuch der Philosophie
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402 Metapher — Metaphysik. Metapher Übertragung, Bild, Ersetzung des Abstrakten, durch Anschauliches, Konkretes, Sinnliches oder umgekehrt. Das (Bildliche, Anthropomorphe, Auffassung der Dinge nach Analogie der Empfindung, innern Erfahrung usw.) der Erkenntnis betonen NIETZSCHE, MAUTHNER, VAIHINGER U. a. Vgl. A. BIESE, Die Philosophie des Metaphorischen, 1893. Vgl. Sprache. Metaphysik xd d. h. ursprünglich die in der Anord- nung nach der des ARISTOTELES kommenden Bücher der „ersten Philosophie" des Stagiriten, später — so bei HERENNIUS — bezeichnet der druck das über die Natur Hinausgehende, äneg cpvoecog schon bei erscheint metaphysica als ein Wort; vgl. STÖCKL, Lehrb. d. 1912) ist derjenige Teil der Philosophie (s. d.), der die Prinzipien (s. d.) des Seins und Geschehens untersucht und zugleich den Versuch unternimmt, allgemeinen Ergebnisse des gesamtwissenschaftlichen Erkennens zu einer heitlichen, widerspruchslosen und harmonischen Weltanschauung zu ver- knüpfen. Die M. ist — als kritische M. — nicht mehr eine Wissenschaft vom erfahrbaren, Übersinnlichen, Transzendenten aus reinen Begriffen heraus, sondern die abschließende Verarbeitung des Materials der Erfahrung und der Wissenschaft im Sinne eines Totalitätsdenkens und von der spekulativen Phantasie beseelten Gesamtanschauung. Die kritische M. geht vom empirischen Wissen und vom Leben selbst aus, verwertet die allgemeinen Resultate der Wissenschaften, berücksichtigt die von der Erkenntniskritik gefundenen Be- dingungen Grenzen menschlicher, endlicher Erkenntnis und zieht nun einerseits die letzten Konsequenzen aus dem in den allen Wissenschaften ge- meinsamen Grundbegriffen (Prinzipien) steckenden Gehalte (z. B. aus dem Begriffe der Kraft, der Substanz, der Kausalität), wie sie anderseits die ver- schiedenen Seiten und Standpunkte der Erfahrung und Erkenntnis, die ver- schiedenen Ergebnisse einseitig-abstraktiver Betrachtungsweise der Dinge mit- einander in Einklang zu bringen sucht, um endlich, soweit dies möglich aus der Mannigfaltigkeit der Erscheinungen gewisse Schlüsse auf die Einheit,, den inneren Zusammenhang, den Sinn des Daseins zu ziehen, wobei sie über die im engeren Sinne hinausgeht, transzendent (s. d.) wird. Nur daß sich die kritische M. des Unterschiedes dessen, was in ihr Wissen ist, dem, was nur Hypothese, Folgerung, Annahme, Idee, Postulat ist, bleibt, und daß sie es vermeidet, Probleme, welche Gegenstände möglicher Er- fahrung betreffen, welche also mit streng wissenschaftlichen Methoden zu er- ledigen sind, metaphysisch zu „erklären", zu „deduzieren", zu „konstruieren". Nie darf M. die Wissenschaft verdrängen oder ersetzen wollen, stets kann diese nur ergänzen. Ihr Ziel ist nicht eigentlich Erklärung der Dinge, Weltverständnis, Weltdeutung verbunden mit Sie fußt auf der Wissenschaft, geht aber über diese hinaus, der Methode nach, sofern sie den abstrakten Standpunkt der schaft, des isolierend-analysierenden Verstandes durch die mehr konkrete, lebendige, in das Innere der Wirklichkeit sich Intuition (s. d.) ergänzen und überwinden muß. Eine kritische M., als von der einheitlichen Begreiflichkeit der Gesamterfahrung, auch dann möglich, wenn wir die erkenntniskritische Einsicht haben, daß wir über ein Denken der vom Standpunkt eines überhaupt" oder vom „Endlichkeitsstandpunkt" nicht hinaus können.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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