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Handwörterbuch der Philosophie
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410 Mittelbare Assoziation Modalität. an Zweckmäßigkeit "mit einem Minimum an unzweckmäßigen Neben- wirkungen und Folgen verbinden. Mittel, welche unsittliche Wirkungen haben oder selbst unsittlich sind, können durch den Zweck nicht „geheüigt" werden, obwohl es richtig ist, daß um des guten Zweckes auch manches, was als „hart" erscheint (z. B. Strafen) zulässig, ja gefordert ist. Vgl. STÖCKL, Lehrbuch d. Philos. II8, 1912; GOLDSCHEID, Entwicklungswerttheorie, 1908; PAULSEN, Syst. d. Ethik8, 1906. VgL Zweck, Denkmittel, Instrumentalismus, Ökonomie. Mittelbare Assoziation (überspringende A.): Assoziation über die nächsten Glieder einer Vorstellungsreihe hinweg. Vgl. HERBART, Lehrbuch zur Psychologie, § EBBINGHAUS, Grdz. d. Psychologie I, 660 ff.; OFFNER, Das Gedächtnis8, 1911, S. 281 ff. — ist eine Vorstellungserneuerung, die durch unbewußte oder vielmehr unterbewußte, unbemerkte Eindrücke (zum Teil Organempfindungen, Gefühle) vermittelt ist. Vgl. W. HAMILTON, Lectures on Metaphysics and 1857, I, 352 f.; JERUSALEM, Philos. Studien X, 323 f.; E. W. SCRIPTURE, Philos. Studien, VII, S. 50 ff.; WUNDT, Philos. Stud. X, 326 f.; KIESOW, Archiv f. d. gesamte Psychol. VI, 357 G. CORDES, Philos. Stud. XVII, ff.; OFFNER, Das 1911, S. 154 ff. - VgL Wiedererkennen. Mittelbegriff (ogog terminus s. Schluß. Mneme s. Gedächtnis, Vererbung (SEMON). Reproduktion. Mnemonik oder Mnemotechnik Gedächtnis): Gedächtnis- Technik der Unterstützung des Gedächtnisses durch geeignete Asso- ziationen (etwa von Zahlen mit Wörtern), Gruppierungen, Gliederungen, Er- höhung der Aufmerksamkeit beim Aneignen des Wissensstoffes, Herstellung logischer, innerer Zusammenhänge u. dgl. Als Vater der M. gilt SIMONIDES. nennen sind hier ferner R. ARETIN, K. CELTES, GREY, K. OTTO, K. REVENTLOW. Vgl. CICERO, De oratore II, 86 f., 351 ff.; TILIANUS, orat. XI; 2, 11 ff.; H. KOTHE, Lehrbuch der Mnemonik2, 1852; POEHLMANN U. a. Modale Konsequenz s. Modalitätsschlüsse. ist, logisch, die Lehre, daß alles Schließen in der Ver- wertung und Anwendung der apodiktischen und zufälligen Folgen besteht; er wie sich sichere Erkenntnis oder wahrscheinlicher Glaube durch Folgern und Schließen erzielen läßt (ED. JOHN HAMILTON, Perzeptionalismus u. Modalismus, 1911; Erkennen u. Schließen, 1912). Modalität (von modus): Art und Weise des Seins, Geschehens, des Ge- dachtwerdens; insbesondere die Form des Urteils seiner Gewißheit nach, als assertorisches (s. d.), problematisches (s. apodiktisches (s. d.) Urteil. — Unter der M. der Empfindung versteht HELMHOLTZ die Art derselben in be- zug auf das Sinnesgebiet, dem sie angehört (Farbe, Ton usw.). Die Einteilung der Urteile nach der M. sich schon bei ARISTOTELES (Analyt. prior. I 2, 55 a 1 f.), aber erst später ist von „modalen die Rede. — Nach KANT gibt es eigene Kategorien (s. d.) der M.: Möglichkeit Dasein (Nichtsein), Notwendigkeit (Zufälligkeit). Sie drücken das Verhältnis des Gedachten, des Urteüs zum Erkenntnisvermögen aus,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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