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Handwörterbuch der Philosophie
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422 Motivation — Mutation. Schaftsphase abhängt (Das Problem der Willensfreiheit, 1907, S. 94 ff.) u. a. So auch WUNDT, welcher Beweggrund und Triebfeder, aktuelle und potentielle, Haupt- und Nebenmotive, Zweckmotive, sittliche Verstandes- und Vernunftmotive, imperative Motive unterscheidet (Grundriß der Psychol.5, 1902, S. 221 f.; S. 440, 484ff., 510; 4. A. 1912). E. WENTSCHER unter- scheidet „eigentliche Willensmotive" und „motivierende Faktoren" (Tempera- ment, Stimmung; Der Wille, 1910). Vgl. BAHNSEN, Zum Verhältnis zwischen Willen u. Motiv, 1870; v. EHRENFELS, System d. Werttheorie, 1897/98, I bis II; WINDELBAND, Willensfreiheit, 1904, S. 37 ff.; H. Psycho- logie des Wülens, 1900, S. ff; EBBINGHAUS, Grdz. d. Psychologie 1895; 3. A. 1911; JOEL, Der freie Wille, 1908; A. MESSER, Das Problem der Willensfreiheit, 1911; M. U. Motivation, 1911. Vgl. Willensfreiheit, Wahl, Wille, Ideomotorisch, Moralstatistik. Motivation: Bestimmung des Willens durch Motive (s. d.). Motivierung: Begründung. Erklärung, Rechtfertigung von Hand- lungen durch Ableitung derselben aus ihren Motiven. Motiv Verschiebung ist die Ersetzung des ursprünglichen Motivs (s. d.) einer Handlung durch ein anderes Motiv, indem eine bloße Neben- wirkung oder Folge des Handelns zum Motiv oder ein Neben- zum Haupt- motiv wird (HÖFFDING, Psychologie VI, 1908. Vgl. HARTLEY, Gbservations, 1749; 1834, I, 473 ff.; II, 338 f.; J. ST. MILL, 1863, S. 40 ff. Vgl. Heterogonie, Utilitarismus. Muskelempfindungen sind die durch die Spannung, Kontraktion, Bewegung der Muskeln erregten, mit Gelenk- und Sehnenempfindungen ver- bundenen inneren Tastempfindungen, welche uns von der Anstrengung und Lage- veränderung unserer Bewegungsorgane und von dem Widerstand der Objekte Kunde geben und Faktoren der Raum- und Bewegungsvorstellung bilden. VgL über den sog. „Muskelsinn" CH. BELL, Physiol. u. patholog. d. Nerven- systems, 1836, über den sog. „Kraftsinn" E. H. WEBER, Tastsinn u. Gemein- gefühl; ferner: A. The Senses and the Intellect; H. SPENCER, Psycho- logie I, § 46; CH. BASTIAN, The muscular Sense, in: Brain, 1887, Bd. X Empfindungen); W. JAMES, Feeling of Effort, 1880; WUNDT, Grundriß d. Psychologie6, 1902, S. 57; Grdz. d. physiol. Psychol. II5, 1903, 20 ff.; JODL, Lehrbuch der Psychologie I8, 1909, 306 ff.; GOLDSCHEIDER, Ges. II, 1899. Vgl. Raum, Wille, Druckempfindung, Tastsinn, Kraft, Bewegungsempfindung. Mutation nennt der Botaniker H. DE die sprunghafte Ent- stehung einer Art aus einer anderen im Gegensatz zur stetigen, kleinen Ab- änderung, zur „Fluktuation". Auf Perioden der Konstanz folgen (aus inneren Ursachen) plötzlich Mutationen, von denen ein Teil durch Selektion erhalten bzw. vernichtet wird (je nach der Anpassung an die Umgebung). Doch ist die M. bisher nur in geringem Umfange nachgewiesen und die die selbst noch der genaueren Begründung bedarf, schließt andere Entwick- lungsfaktoren (Milieu, funktionelle Anpassung) nicht aus. Die M. kennen schon DARWIN, KÖLLIKER, V. BAER U. a. VgL DE VRIES, Die Mutationstheorie 1909 f.; Die Mutationen, 1906; Arten und Varietäten, 1906; FRANCE, Der heutige Stand der Darwinischen Frage, 1908.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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