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Handwörterbuch der Philosophie
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Nachbild — Name. schauungen, Erfindungen, Lebensgewohnheiten (Mode) usw. Die N. geht oben nach unten", indem die niederen Klassen zum Teil die höheren nach- ahmen, was dann die letzteren zur Annahme neuer Lebensformen Auch für die Pädagogik ist die N. wichtig. Vgl. ARISTOTELES, Poetik, Les beaux arts un principe, 1746; TARDE, Les de 1890 (Die N. ist das „soziale Gedächtnis", das soziale Grund- phänomen; vgl. Soziologie); LE BON, Psychologie der Massen, deutsch, 2. BALDWIN, Das soziale u. sittliche Leben, S. 385 ff.; Zeitschrift f. Sozialwissenschaft II, K. GROOS, Die Spiele der 1899, S. 360 ff. (S. 416: Begriff der „innern Nachahmung", wobei wir uns „in Objekt hineinversetzen und dadurch in einen Zustand inner- lichen Miterlebens geraten"); BECK, Die Nachahmung, 1904. Vgl. Spiel,. Idee Naturalismus. Nachbild ist die, physiologisch auf den chemischen Vorgängen in Netzhaut beruhende Nachdauer einer Gesichtsempfindung nach Reizung, zunächst in einer dem Reiz oder Eindruck gemäßen und meist gleichen Helligkeits- und Farbenbeschaffenheit (positives, gleichfarbiges N.), dann in entgegengesetzten Helligkeit, bzw. in der Gegen- oder (negatives, komplementäres N.). Vgl. WUNDT, Grundr. d. Psychol.5, 1902,. S. ff.; Grundz. d. phys. Psychol. ff.; Studien, v. Zeitschr. f. Psychol. XII. Vgl. Abklingen.. Nachschluß s. Naiv (nativus; von GELLERT aus dem Französischen ins eingeführt; „angeboren"): natürlich-unbefangen, ursprünglich, richtig, unverstellt, unschuldig, ungekünstelt, triebartig; ohne Reflexion („naives Bewußtsein", „naives Erkennen", „naiver Realismus"). SCHILLER ist das Naive „eine Kindlichkeit, wo sie nicht mehr erwartet wird". Naivität gehört zu jedem wahren Genie. Je nachdem die Dichter. Natur oder die verlorene Natur suchen, kommt es zur „naiven" oder zur talischen" Dichtungsart; erstere ist objektiv, naturhaft, unreflektiert, Einheit mit der Natur heraus geboren, letztere subjektiv, von der Idee und dem Ideal ausgehend und erst auf einem Umweg zur Natur sich Dichter „reflektiert über den Eindruck, den die Gegenstände auf ihn machen,, und nur auf jene Reflexion ist die Rührung gegründet, in die er selbst wird und uns versetzt" (Über naive u. Dichtung, 1795 f.; Philos. Schriften, hrsg. von Kühnemann, 2. A. 1910). — VgL Realismus. ist der sprachliche Ausdruck, die Bezeichnung für einen Gegenstand, ein Individuum oder einen Inbegriff gleichartiger Gegenstände, man von anderen Gegenständen abgrenzt, unterscheidet und als Sondergruppe fest- legt, wobei besonders apperzipierte, interessierende, als bedeutsam Merkmale die Namengebung geleitet haben. Die Scholastiker unterscheiden primae — tionis", h. direkte Namen von Gegenständen und Namen für Redeteile; ferner: „nomina absoluta — connotativa", d. h. Namen von selbständigen jekten und Namen von unselbständig existierenden und denkbaren ständen (z.B. weiß, groß; vgl. PRANTL, Geschichte d. Logik, III, 364;, J. ST. MILL, Logik I, 1875, 1. Buch, K. 2; K. 20, § 1). Nach K.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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