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Naturrecht — Naturwissenschaften. 433
über 1902; 3. A. 1905; Grundriß der N., S. 9 ff.; Kultur der Gegenwart
I 6, 171; Annalen der N., 1902 ff.); ähnlich E. MACH U. a.
Als Theorie, Kritik, Erkenntnistheorie der fassen die N. auf
F. (Philos. der Natur, 1881—82), COHEN, NATORP, HÖNIGSWALD U. a.
Eine idealistische N. als Theorie des (als geistig bestimmten) Wirklichen und Kritik
naturwissenschaftlichen Erkenntnis fordert TH. LIPPS Die Philos. zu Be-
ginn des 20. hrsg. von Windelband; Naturwissenschaft u. Welt-
anschauung, 1906, S. 117 f.; vgl. Naturwissenschaft). Nach H. DRIESCH soll
teils das Gegebene den Schematen der Gegenstandslehre zuordnen, also formal
ordnen, teils es, sofern es Inhalt einer Ordnung ist, metaphysisch auszudeuten
(Zwei Vorträge zur Naturphilos., 1910). Vgl. BOSCOVICH,
sophiae naturalis theoria, 1758; M. SCHNEID, N.3, 1890; Die großen
Welträtsel8, 1907; Institutiones philos. naturalis2, 1897; GUTBERLET, N.3,
.1900; B. KÜHNE, Die aristotelisch-scholastische N. an der Jahrhundertwende,
1899; HARMS, N., 1895; N., 1895; E. v. HARTMANN,
Die Weltanschauung der modernen 1909; Das Problem des Lebens,
1906; Grundriß der N., 1907; REINKE, Die als Tat5, 1908; Naturwissen-
Vorträge, 1908; DRIESCH, Philos. des Organischen, 1909; N.,
1907; DENNERT, Die Weltanschauung des modernen Naturforschers, 2. A. 1911;
D. PFORDTEN, Vorfragen der N., 1907; HÖFLER, Zur gegenwärtigen N.,
1904; E. BECHER, Philos. Voraussetzungen der exakten Naturwissenschaften,
1907; W. FROST, N. 1910; J. CLASSEN, Vorles. über moderne N., 1908;
L. GILBERT, Neue Energetik, 1911; SOURY, Philosophie naturelle, BERG-
L'eVolution 1910; READ, Metaphysic of Nature, 1905; VARISCO,
Introduzione naturale, Studii di nat., J. SCHALLER,
Geschichte der N. von Baco bis auf unsere Zeit, 1841—46; F. A. LANGE,
Geschichte des 1908; LANGLOIS, La connaissance de la nature
moyen-äge, 1911; H. MICHELIS, Naturphilosophie des 19. Jahrhunderts,
1912; H. MICHELIS, Richtlinien der Entwicklungsgeschichte der N. im 19.
Jahrhundert, 1912; E. BECHER, Naturphilos. I. Naturerkenntnistheorie, 1913;
Saggio circa la ragione logica di tutte le cose, 1888 ff.; STRUNZ,
Naturbetracht. u. Naturerkenntnis im Altertum, 1904; HÖNIGSWALD, Jahrb.
d. Philos. I, 1913. — Vgl. Atom, Körper, Materie, Energie, Kraft, Dynamis-
Mechanismus, Leben, Organismus, Entwicklung, Zweck, Elemente,
Prinzip, Hylozoismus.
Naturrecht s. Rechtsphilosophie.
Naturtrieb s. Trieb, Instinkt.
Naturwissenschaften sind die Wissenschaften von den Naturgegen-
und Naturvorgängen, d. h. von den Gegenständen möglicher „äußerer",
sinnlich vermittelter und entsprechend durch das Denken verarbeiteter Erfah-
rung im Unterschiede von den unmittelbaren, als solchen aufgefaßten Erleb-
nissen (vgl. Psychologie). Die N. haben es mit dem räumlich-zeitlich Ge-
gebenen und Denkbaren, mit den Erscheinungen (s. d.) des Wirklichen in Raum
und Zeit zu tun. Diese Erscheinungen haben sie zu beschreiben, zu analysieren,
in kausale Zusammenhänge zu bringen und auf Gesetze (s. d.) zurückzuführen,
in welchen die konstanten Relationen der Phänomene zum Ausdruck gelangen,
wobei es das Ideal der exakten N. ist, möglichst vieles rechnerisch festzulegen,
«das Qualitative auf Quantität zu „reduzieren". Ihrer Methodik nach
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Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften