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Handwörterbuch der Philosophie
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446 — Nullibisten. 1792; 2. A. 1911 (Gegen Kants Apriorismus); DÜH- RING, Wirklichkeitsphilosophie, 1895, S. 372 f.; LIEBMANN, Gedanken u. Tat- sachen, 1882, I, 4; E. v. HARTMANN, Kategorienlehre, 1896, S. Logik I2, 1889/93, 230 ff., 162; 4. A. 1911; WUNDT, Logik 1906 (Vereini- gung von N. und Freiheit im Denken); SCHUPPE, Erkenntnistheoret. Logik, 1878, X; Grundriß der Erkenntnistheorie u. Logik, 1894, S. 64 f.; M. Die Logik auf dem Scheidewege, 1903, S. ff.; F. C. S. SCHILLER, Huma- nismus, 1911; Formal Logic, 1912; E. J. HAMILTON, u. Modalismus, 1911; Erkennen u. Schließen, 1912; J. FRÖHLICH, Freiheit u. 1908. Vgl. Schicksal, Fatalismus, Willensfreiheit, Gesetz, Kausalität, Mathe- matik, Widerspruch, Denkgesetze. heißt bei ENNEMOSER, LICHTENFELS, NÜSSLEIN die all- gemeine Psychologie. Verstandesding, das sinnlich nicht wahrnehm- bare, übersinnliche, nur denkbare oder nur durch die Vernunft erfaßbare der Gegenstand eines von der Sinnlichkeit und Erfahrung abstrahierenden Denkens oder einer (vorgeblichen) „intellektuellen Anschauung" oder eines „an- schauenden Intellekts". Gegensatz: Phänomenon. Als bezeichnet PLATON die Urbilder der Dinge, die „Ideen" (s. d.). Metaphysiker, wie LEIBNIZ, CHR. WOLFF U. a. halten nicht bloß die- Existenz, sondern auch das Wesen noumenaler Objekte für erkennbar. Hin- gegen erklärt der Kritizismus KANTS das Noumenon für einen bloßen begriff", für etwas Unerkennbares, wenn auch — und zwar nur negativ, durch Entgegensetzung Phänomenalen, zur „Erscheinung" (s. d.) — Denkbares. Noumena („intelligibilia") sind angenommene Dinge, „die bloß Gegenstände des Verstandes sind und gleichwohl, als solche, einer Anschauung, obgleich nicht der sinnlichen . . . gegeben werden können". Der Begriff des N. ist nicht widerspruchsvoll, ja „notwendig, um die sinnliche Anschauung nicht über die Dinge an sich selbst auszudehnen, und also, um die objektive Gültig- keit der sinnlichen Erkenntnis einzuschränken". „Am Ende aber ist doch die Möglichkeit solcher Noumenorum gar nicht einzusehen, und der Umfang außer der Sphäre der Erscheinungen ist (für uns) leer . . . Der Begriff eines Nou- menon ist also bloß ein Grenzbegriff, um die Anmaßung der Sinnlichkeit einzuschränken, und also nur von negativem Gebrauche". Dieser Begriff ist nur die Aufgabe, ob es nicht Gegenstände geben kann, die von sinnlicher An- schauung entbunden sind (Krit. d. reinen Vernunft, 231 ff.; Prolegomena, § 32 ff.). Vom ethischen Standpunkte ist der Mensch (s. d.), sofern er als rein vernünftig-sittlicher, autonomer freier Wille beurteilt wird, „homo nou- menon" (vgl. Sittlichkeit). Vgl. G. D. Die Begriffe Phänomenon u. Noumenon u. ihr Verhältnis zueinander bei Kant, COHEN, Kants Be- gründung der Ethik2. 1910; H. CORNELIUS, Einleitung in d. Philosophie. S. 263; 2. A. 1911; STAUDINGER, Noumena, 1884. — Vgl. Ding an sich, Objekt, Anschauung. (Nus, vovg) s. Geist. Nullibisten hießen die Anhänger der Lehre, daß die Seele, der Geist keinen Ort im Leibe einnehme (vgl. H MORE, Enchirid. metaphys., 1668,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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