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Handwörterbuch der Philosophie
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466 Organismus. gemäßen Denkweise ist der ein Zusammenhang psychischer Trieb- von Strebungen (Tendenzen), die von Einfluß auf die Erhaltung,. Selbstregulation und Entwicklung (s. d.) des sind, ohne daß die Reihe des Physischen durchbrochen zu werden braucht (vgl. Parallelismus, philosophie, Zweck, Leben). Die letzten organischen Elemente werden öfter als „Biogene" bezeichnet. Betreffs der ersten Entstehung der Organismen gibt es folgende thesen : 1. Schöpfungstheorie (ist übrigens auch mit anderen vereinbar, wenn die „Schöpfung" esoterisch verstanden wird); 2. Hypothese: die Organismen werden als Keime von anderen Himmelskörpern (etwa mit Meteoriten) auf die Erde verpflanzt (DE MAILLET, HELMHOLTZ,. W. THOMSON, S. ARRHENIUS, Das Werden der 1908, u. a.); 3. Organische ist ebenso ursprünglich wie das Anorganische (LIEBIG, ARRHENIUS J. SCHULTZ, Lebenseinheiten, 1897, u. a.); 4. morganische Hypothese: die Organismen stammen von einem Urorganischen (Protorganischen), das Anorganische ist sekundär (SCHELLING, FECHNER, PREYER, Naturwissensch. Tatsachen und Probleme, 1880, S. 51 ff.); 5. Theorie der Urzeugung (s. d.) aus dem Anorganischen. — VgL L. ZEHNDER, d. Lebens, 1899 f.; 0. LEHMANN, Die neue der flüssigen Kristalle, M. BENEDIKT, Kristallisation u. Morphogenesis, R. HERT- WIG, Über kausale Erklärung der tier. Organisation, 1910. Betreffs der mechanistischen und vitalistischen Theorien Leben. Als zweckmäßige Gebilde, in denen die Teile den Funktionen Ganzen dienen, um eines Zweckes willen bestehen (De partibus animalium I, 5: xb näv xov) und die durch eine Seele (s. d.) belebt bestimmt die Organismen ARISTOTELES, dem die meisten Scholastiker anschließen. Für DESCARTES hingegen ist der ein Mechanismus und Seele ist mit ihm nur im Menschen verbunden. Nach LEIBNIZ sind die Orga- nismen „natürliche Maschinen", die bis in die kleinsten Teile aus „Maschinen" bestehen; diese Teile sind „Monaden" (s. d.), immaterielle, artige Elemente (Monadolog. 64). — Nach KANT ist der ein Wesen, in welchem „alles Zweck und wechselseitig auch Mittel" ist, wo also jeder Teil durch übrigen und um dieser und des Ganzen willen existiert, Ursache und Wirkung zugleich ist. Nach bloß mechanischen Prinzipien ist der nicht restlos erklären; es ist nicht zu hoffen, „daß noch dereinst ein Newton könne, der auch nur die Erzeugung eines Grashalmes nach Naturgesetzen, keine Absicht geordnet hat, begreiflich machen werde". Doch ist es vernünftig und methodisch gefordert, „dem Naturmechanismus . . . so weit als es mit Wahrscheinlichkeit geschehen kann" (vgl. Zweck; Krit. der Urteils- kraft, § 65 f.). — Nach WUNDT besteht der aus einem System von „Selbst- regulierungen" mit einem psychischen Innensein (System d. Philos. II3, Grdz. d. phys. Psychol. IIP, 725 ff.; Logik III8, 1908, S. 639 ff.). Nach J. LOEB sind die „chemische Maschinen" (Annalen der Naturphilos. Nach W. OSTWALD sind sie „stationäre Gebilde", durch die ein Energiestrom geht (Abhandlungen und Vorträge, S. 298 ff., der 1912). Nach E. MACH sind sie „Automaten, auf welche die ganze Ver- gangenheit Einfluß geübt hat" (Erkenntnis u. Irrtum, 1906, S. 27). Nach.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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