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Handwörterbuch der Philosophie
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Panpsychismus. 471 „Innensein" analog ist und auf den niedersten Stufen wenigstens die Potenz zur Entwicklung eigentlicher Beseeltheit enthält, ist vom Hylozoismus d.), der die Körper als solche für etwas an sich Seiendes hält, mit dem irgendwie Beseeltheit verbunden ist, zu unterscheiden; es ist nicht aller P. hylozoistisch, wenn auch aller Hylozoismus panpsychistisch ist (vgl. Objekt, Transzendent, Ding an sich). vertreten die Hylozoisten (s. d.), die Stoiker (vgl. de natura deorum II, 8), PLOTIN (Ennead. VI, 7, 11 ff.) u. a., PARA- CARDANUS, J. B. VAN HELMONT, PATRITIUS (Pampsychia IV, 54 ff.), TELESIUS (De natura rerum I, 9 f.), CAMPANELLA (De sensu rerum I, 1 ff.), G. BRUNO (De la causa II: Empfindungsfähigkeit aller Dinge wenigstens der Potenz nach), F. BACON („ubique . . . est perceptio", De dignitate IV, 3), SPINOZA, nach welchem alle Dinge irgendwie, als Modifikationen des gött- lichen Denkens, beseelt sind („quamvis diversis gradibus animata", Eth. II, prop. XIII, LEIBNIZ (S. Monade), DESCHAMPS, DIDEROT, ROBINET, HERDER, GOETHE („Materie nie ohne Geist") u. a. Nach SCHEL- LING ist alles im Universum beseelt (WW. I 6, 217), nach SCHOPENHAUER ist in allem „Wille" (s. Voluntarismus). Nach LOTZE U. a. bestehen die Dinge aus Monaden (s. d); sie haben alle ein „Fürsichsein". Nach FECHNER ist das Geistige das Innen- oder Selbstsein, die der Dinge. Ein Teil des Geistigen ist (durch Mechanisierung des ursprünglichen Be- wußtseins). Die ist eine Stufenordnung von Bewußtseinseinheiten; die höheren umfassen die niederen und wissen von ihnen. Auch die Planeten sind beseelt und die Erdseele ist, als Einheit des psychischen Lebens auf ihr, eine Realität. Gott ist der „Allgeist", der alles umfaßt, alles der in sich trägt und einheitlich verknüpft (Nanna oder über das Seelenleben der Pflanzen, 1848; 2. A. 1899; Zendavesta, 1851; 2. A. 1901; Die Tagesansicht gegenüber der Nachtansicht, 1879; 2. A. 1904). Ähnlich lehren B. WILLE (Das lebendige All, 1905), W. PASTOR (Im Geiste Fechners, 1901), P. MÖBIUS (WW. VI), K. LASSWITZ (Seelen u. Ziele, 1908, S. 64 f.), F. PAULSEN, nach welchem die materielle die „Erscheinung eines geistigen All-Lebens" und alle Kraft Tendenz, Wille ist (Einleit. in d. Philos., 21. A. 1909), HEYMANS, ADICKES, BÖLSCHE, PAULY, FRANCE U. a. P. sind ferner B. ERDMANN, G. LANDAUER, HEIM, J. SCHULTZ, LIPPS, STRONG, MORTON PRINCE, L. AMBROSI, MONTGO- BECHTEREW u. Leben, 1908), HÖFFDING, HERING, NÄGELI, CASPARI, L. GEIGER, PREYER, ZÖLLNER, HAECKEL, SACK, A. WAGNER, MECHANIK, ADAMKIEWICZ, J. G. VOGT, H. WOLFF (S. Bionten), L, W. STERN (S. Person), F. C. S. SCHILLER, FOREL, M. BRUNNER, V. HARTMANN, HAMERLING, M. VENETIANER, C. PE- TERS, BAHNSEN U. a. (vgl. WUNDT, KÜHTMANN U. a.). — Nach P. CARUS, JODL, H. SPITZER U. a. haben alle Dinge zwar eine „Innerlichkeit", aber nicht alle sind beseelt. — Gegen den P. vgl. RIEHL, Zur in d. Philos., 1903, S. 161 f. — Vgl. A. RAU, Der moderne Panpsychismus,. 1904; R. EISLER, Grundlagen d. Philosophie des Geisteslebens, 1908. — Monade, Weltseele, Spiritualismus, Identitätsphilosophie, Pflanzenseele, Seele, Bewußtsein, Unbewußt, Mechanisierung, Voluntarismus, Leben Identitätstheorie, Parallelismus,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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