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Handwörterbuch der Philosophie
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472 — Parallelismus. nennt LIEBMANN die pessimistische Willensmeta- physik Schopenhauers (Zur Analysis der Wirklichkeit, 1880, S. 230). (näv, alles; Samen): Verbreitung von keimen im Weltraum, von wo sie (durch Strahlungsdruck der Sonne) auf Planeten gelangen, um dort unter günstigen Verhältnissen sich zu entwickeln (ARRHENIUS, Das Werden der 1907). VgL Organismus. (näv, All; &eog, Gott; „Pantheist" zuerst bei J. TOLAND,. Pantheistikon, 1705, deutsch 1897; „Pantheism" bei dessen 1709; theismus" bei F. BUDDEUS, Theses theologicae de Atheismo, 1717) ist die Lehre von der Einheit Gottes und der in dem Sinne, daß Gott (s. d.) eins mit der während die in der Summe der besonderen Modi- fikationen des Seienden besteht. Gott und sind nach dem P. nicht einander getrennte Wirklichkeiten, auch ist die ein Erzeugnis Gottes, sondern ewig wie dieser. Gott ist und wirkt in ist ihr „immanent", durchdringt alles Sein und Werden, so daß Dinge als endliche, begrenzte, nur relativ (gegeneinander) selbständige Fak- toren zwar nicht selbst göttlich sind, aber am Göttlichen teilhaben, Momente des göttlichen oder All-Geistes oder der Welt-Kraft sind. Es gibt verschiedene Formen des P. Für den „Akosmismus" (s. d.) ist nur die gött- liche Einheit des Alls das wahrhafte, absolute Sein, die als Summe von Dingen aber etwas relativ Nichtiges, nur der beschränkten Erkenntnis sich Dar- stellendes, nicht der alles „sub specie aeternitatis" betrachtenden Vernunft (In- discher P., Eleaten, SPINOZA). Der realistische und naturalistische P. bestimmt die dynamisch, energetisch, naturhaft, zum Teil ihr zugleich Leben und Beseelung zuschreibend (Hylozoisten, Stoiker, G. BRUNO, SPINOZA, GOETHE, D. FR. STRAUSS, HAECKEL U. a.). Der idea- listische P. betrachtet das als Geist, als sich in einer Mannigfaltig- keit von Momenten entfaltende „Idee" (s. Vernunft, Wille (PLOTIN, LES- SING, HERDER, FICHTE, SCHELLING, HEGEL, SCHLEIERMACHER, SCHOPEN- HAUER, E. v. HARTMANN, „konkret-monistischer" P., DREWS, FECHNER U. — Es gibt auch einen P., welcher der göttlichen keit zuschreibt (FECHNER, FORTLAGE: „transzendenter P.", M. CARRIERE: „Semipantheismus", nach welchem ein Teil Gottes zur wird, u. Panentheismus). VgL über die den Artikel „Gott". — Vgl. JACOBI, Über die Lehre des Spinoza, 1785 (vgl. Jacobis herausgegeben von F. Mauthner, 1912; JAESCHE, Der P., 1826; Theismus u. P., 1880; Der P., 1884; DREWS, Die deutsche Speku- lation seit 1893; DILTHEY, Der entwicklungsgeschichtliche P., Archiv Gesch. d. Philos. VI, 1900; EUCKEN, Geistige Strömungen der Gegenwart,. 4. A. 1909; H. SCHOLZ, Über den P., Preußische Jahrbücher, 1910; vgl. Bd. 92, H. 2. — Vgl. Spinozismus, Substanz, Monismus, Deismus, Mystik. (näv, alles; wollen) = Voluntarismus (s. Auffassung des Seins als Leben (s. d.). Paradox (nagddogog): wider Erwarten. Ein Paradoxon ist eine dem Normalen, Gewohnten, allgemein als richtig Angenommenen widersprechende Behauptung (Stoiker). Vgl. M. Paradoxe8, 1903. logischer (erkenntnistheoretischer), ist das von
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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