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Handwörterbuch der Philosophie
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492 Philosophie. Philosophische Wörterbücher: (englisch), A. FRANCK, BERTRAND, E. BLANC, LALANDE U. a. (französisch), KRUG, KIRCHNER-MICHAELIS, R. ODE- BRECHT, WILLMANN, H. SCHMIDT, J. REINER, F. MAUTHNER U. a. Vgl. EUCKEN, Gesch. d. philos. Terminologie, 1879; TÖNNIES, Philos. Termino- logie, 1906. Philos. Zeitschrift für Philos. u. philos. Kritik; Viertel- jahrsschrift f. wissensch. Philos. und Soziologie; Archiv f. systemat. Philos.; Archiv f. Geschichte d. Philos.; Philos. Jahrb.; Jahrbuch f. Philos.; Annalen der Natur- und Kulturphilosophie; Revue Revue de philos.; Revue de metaphysique et de morale; Revue Review of sophy; The Monist; Mind; Journal of Philos.; Zeitschr. Philos. u. Pädagogik; Rivista filosof. u. a. — Vgl. Metaphysik, Problem, Mathematik, Psychologismus, Positivismus, Agnostizismus, Psychologie, Scholastik. Philosophie, Geschichte der, ist sowohl die Entwicklung des philosophischen Denkens selbst als die Darstellung dieser Entwicklung, der Lehren der Philosophen, ihrer Versuche, die philosophischen Probleme zu lösen. Die Geschichte der Philosophie verfolgt die Aufstellung und Lösungs- weisen der Probleme, die Ausbildung der Hypothesen und Theorien der sophie teils für sich, teils als der und Lebensanschauungen der Denker aller Zeiten; diese Anschauungen sind zum Teil vom Charakter der Denker, von ihrer Nationalität, ihrer sozialen Umwelt, von der Kulturlage, von historischen Überlieferungen abhängig, aber neben den psychologischen, sozialen und kulturellen Momenten gibt es vor allem auch rein Motive und Tendenzen, die teils größere Perioden hindurch zur Geltung kommen, teils im Laufe der Zeit und im Wettstreit der Ideen miteinander immer wieder auf- tauchen, bis die betreffenden Probleme nach allen Lösungsmöglichkeiten hin erledigt worden sind. Insofern ist aber der philosophie-geschichtliche Prozeß nie abgeschlossen, sondern auf ein ideales Ziel eingestellt, das immer nur an- nähernd erreicht wird, wenn auch schließlich über die Grundlagen und Voraus- setzungen alles Philosophierens und Erkennens volle Klarheit und Bestimmt- heit (s. Kritizismus). Der Wille zum einheitlichen Begreifen und Begründen verfolgt in der Geschichte der Philosophie, auf allerlei Um- und Seitenwegen, mit immer neuen Ansätzen seinen Weg, als Verwirk- licher der „Idee", der allem Denken immanenten Vernunft, deren Prinzipien allmählich zum Bewußtsein kommen. Daß in der Philosophiegeschichte eine vernünftige Notwendigkeit herrscht, betonen schon KANT (Lose Blätter, H. II, 278, 268), TENNE- MANN, F. AST U. a., besonders aber HEGEL. Ihm ist die Geschichte der Ph. die „Geschichte von dem des Gedankens". Die Aufeinander- folge der Systeme der Philosophie ist dieselbe, wie die „Aufeinanderfolge in logischer Ableitung der Begriffsbestimmungen der Idee". Die letzte (wahre) Philosophie enthält die Prinzipien aller früheren, weil sie das Resultat dieser ist; daher ist sie die „entfaltetste, reichste und konkreteste" (Enzyklop. § 13 ff.; WW. III, 685, 690). Gegen diese streng logische Auffassung der Geschichte der Ph. wenden sich ZELLER, RENAN U. a. — Nach WINDELBAND liegen drei Faktoren zugrunde. Erstens der „pragmatische", d. h. die innere Not- wendigkeit der Gedanken, die „Logik der Dinge"; zweitens der kulturgeschicht- liche: „Aus den Vorstellungen des allgemeinen Zeitbewußtseins und aus den
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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