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Handwörterbuch der Philosophie
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496 Physiologische Psychologie — Plastisch. Biologie, Organismus). Vgl. A. HALLER, Elementa physiologiae, 1757 bis Arbeiten von J. MÜLLER, E. H. WEBER, DU C. LUDWIG, HELMHOLTZ, WUNDT (Lehrbuch der Physiol., 1864, 4. A. 1878), VIERORDT, PREYER, HERMANN, LANDOIS, MUNK, NAGEL, RICHET U. a. FREY, Vorles. über Physiol., 1904; VERWORN, Allgemeine Physiologie6, 1909. Psychologie (Ausdruck z. B. schon bei F. HAGEN, Studien im Gebiete der phys. Psychologie, 1847) s. Psychologie. Physiologische Zeit s. Reaktionszeit. Physisch (cpvoixog): natürlich (s. d.), naturhaft, körperlich. Im weiteren Sinne umfaßt das Physische auch das niedere Seelische, das Sinnliche, Trieb- hafte, welches mit dem Geistigen in Wechselwirkung steht (s. Leib). Im •engeren Sinne ist das Physische der Gegenstand der äußeren Erfahrung, das vom physischen Erleben als solchen unterschiedene Objektive, allgemein Er- fahrbare, soweit es in den Formen der „mittelbaren", den Sinnesinhalt ver- arbeitenden Erkenntnis erfaßt wird, das Materielle, Dynamisch-Energetische, das Raum-Zeitliche als Inbegriff objektiver Erfahrungsinhalte, insbesondere als räumlicher, Relationen relativ beharrender Substanz- elemente (s. Körper, Materie). Das Physische im engeren Sinne geht dem Psychischen parallel (s. Parallelismus) und in sich geschlossen (vgl. Kau- salität); das „An sich" des Physischen kann mit dem Geistigen in Wechsel- wirkung (s. d.) stehen. Das Physische als solches ist nicht „Ding an sich", sondern Objekt (s. d.) eines „Bewußtseins überhaupt", dem aber etwas an sich entsprechen kann, das nicht selbst ist (s. Erscheinung, Transzendent). Bei ARISTOTELES bedeutet das Physische das Natürliche, d. h. was das Prinzip der Bewegung in sich hat. — Von den Neueren definiert z. B. HARMS das Physische als das, „was nach allgemeinen Gesetzen stets in derselben Weise mit Notwendigkeit aus den bewegenden Kräften der Dinge entsteht" (Logik, 1881, S. 1). Nach E. v. HARTMANN ist physisch „jede Kraft- äußerung, die eine Veränderung in der objektiv-realen hervorbringt" (Die moderne Psychologie, 1901, S. 336). Nach vielen ist das Physische der Gegen- stand der äußeren Erfahrung im Unterschiede vom Psychischen, dem Inhalte unmittelbaren Erlebens (s. Realismus). — Nach E. MACH, AVENARIUS, PETZOLDT besteht das Physische aus denselben „Elementen" (s. d.) wie das Psychische; es gibt keinen absoluten Gegensatz, keine reale Zweiheit von Psychischem und Physischem (s. Objekt, Ding, Körper). Später definiert MACH das Physische als die „Gesamtheit des für alle im unmittelbar Vorhandenen" (Erkenntnis u. Irrtum, 1906, S. 6 ff.). Nach H. CORNELIUS sind die physischen Vorgänge nichts als die „gesetzmäßigen Zusammenhänge, wir unsere Empfindungen einordnen" (Einleit. in d. Philos., 1903, S. 311). — BRENTANO, U. a. rechnen den Empfindungsinhalt zum „Physischen". — Vgl. Introjektion, Parallelismus, Identitätstheorie, Erschei- (STUMPF), Idealismus, Psychisch, Physik. empfindende organische Moleküle (HAECKEL, Gesammelte 1901, II, 47). Plastisch: bildend, gestaltend. Eine (Gott untergeordnete) „plastische
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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