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522 — Psychophysik.
(Die intellektuellen Funktionen, 1909) u. a. Vgl. EWALD, Kants
dologie, 1906; Kants kritischer Idealismus, 1908.
Antipsychologisten sind PLATON, LEIBNIZ (s. Wahrheit), KANT (s.
Transzendental, Logik), der aber doch zuweilen ins Psychologische gerät,
BOLZANO (S. Wahrheit, Satz), HERBART, LOTZE, HUSSERL (S. Logik,
ITELSON, KÜLPE, A. MESSER, VOLKELT, RIEHL, COHEN, NATORP,
LASK, WINDELBAND, RICKERT, J. COHN, MÜNSTERBERG, EUCKEN, F.
SIMMEL, SCHUPPE, REHMKE, MICHALTSCHEW (Philos. Studien,
a. Vgl. C. GÜTTLER, Psychologie u. Philosophie, 1896; E. Lord
Cherbury. Ein kritischer Beitrag zur Geschichte des
1912; DRIESCH, Ordnungslehre (s. d.), 1912. Vgl. Gültigkeit,
Logismus, Pragmatismus.
psychisches Geschehen (FOREL, HAECKEL).
(Psycheometrie): mathematische Behandlung des See-
lischen, als Desiderat von CHR. WOLFF ausgesprochen (Psychol. empir. § 522,
ist die Ansicht, daß alles Gegebene, Existierende
(Bewußtsein) und deren Inhalt (Empfindung) ist (VERWORN, ZIEHEN
a.). Vgl. Monismus, Empfindung.
Seele; näv, ganz; vvg, Nacht): Seelenschlaf
Tod und Auferstehung, von manchen Sekten gelehrt. Vgl. CALVIN,
De psychopannychia, 1534.
ist jede krankhafte Veränderung des Seelischen (in das
«Gebiet der fallend), besonders jede leichtere Psychose (s. d.).
Vgl. E. KOCH, Die psychopathischen Minderwertigkeiten, S. FREUD,
P. des 1912; MÜNSTERBERG, 1912. Zeitschrift für
Pathopsychologie, 1911 f.
Psychophysik nennt FECHNER die „Lehre von den Gesetzen, nach denen
Leib und Seele zusammenhängen", die Lehre von den Abhängigkeitsbeziehungen
Leib und Seele, Empfindung und Reiz, welch letzterer ihm als
Maß für die Stärke der Empfindung gilt (vgl. Webersches Gesetz). Ansätze
sur P. finden schon früher (E. H. WEBER U. a.). WUNDT be-
die Variation der Reize nur als Hilfsmittel zur willkürlichen Aus-
lösung von Empfindungen und Unterscheidungen solcher. Bestimmte psy-
Inhalte sind uns unmittelbar als Größen gegeben und es entsteht die
Aufgabe, objektive Reizwerte und (subjektive, unmittelbare) psychische Werte
einander zuzuordnen. Die Empfindungen selbst sind nur an Empfindungen
meßbar und zwar nur in gewissen Grenzfällen (Gleichheit; eben merklicher
oder minimaler Größenunterschied; Gleichheit zweier Größenunterschiede) und
nur unmittelbar und nach ihrem relativen Werte vergleichbar (vgl.
malreiz, Reizschwelle, Reizhöhe usw). Während FECHNER drei psychophysische
Methoden unterscheidet (M. der eben merklichen Unterschiede, M. rich-
tigen und falschen Fälle, M. der mittleren Fehler), unterscheidet
I. Abstufungs- oder Einstellungsmethoden (M. der Minimaländerungen, M. der
mittleren Abstufungen oder der übermerklichen Unterschiede, M. der Gleich-
oder der mittleren Fehler); IL (M. der rich-
tigen und falschen Fälle, M. der mehrfachen Fälle). — Vgl. FECHNER,
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Buch Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften