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Handwörterbuch der Philosophie
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Quantität — oder der Zeit durch dieselbe Synthesis vorgestellt werden müssen, als wodurch Raum und Zeit überhaupt bestimmt werden" (Krit. d. rein. Vernunft, S. 159 f.; s. Axiome der Anschauung). Eine extensive Größe jene, „in welcher die Vorstellung der Teile die des möglich macht (und also notwendig vor dieser vorhergeht)"; sie kann nur durch „sukzessive Synthesis (von Teil zu Teil) in der Apprehension" erkannt werden, und diese Synthese ist ein Werk der „produktiven Einbildungskraft" (s. d.; vgl. Mathematik, pationen). Vgl. H. COHEN, Logik, 1902, S. 410 ff.; NATORP, Die logischen •Grundlagen der exakten Wissenschaften, 1910, S. 52 ff. (Qu. „Mehrheit unter- Momente"); LIPPS, Einheiten und Relationen, S. 15; Vom Fühlen, Wollen 1907, S. 141 ff. („Gefühl der Leitfaden der Psychol.2, 1906, S. 161 f. („Quantitätsurteile"); L. W. Person u. Sache I, 1906, 398 ff.; HÖFFDING, Der menschliche Gedanke, 1911; RUSSELL, Principles of Mathematics I, 1903 f., COUTURAT, Philos. Prinzipien Mathematik, 1908, S, 104 ff.; POINCARE, Wissenschaft u. Hypothese2, 1906; J. BERGMANN, Zeitschr. f. Philos. 120. Bd. — Vgl. Mechanistisch, Naturwissen- schaft, Physik, Atom, Bewegung, Zahl, Quantität des Begriffs s. Begriff, Umfang. Quantität des Ur- ist die Bestimmtheit eines Urteils nach dem Umfang des Subjekts, wo- nach man universale (allgemeine: Alle S sind P), partikuläre (Einige S sind P) und Urteile (Dieses S ist P) unterscheidet. VgL die logischen Schriften von UEBERWEG, SIGWART, J. ST. MILL, JEVONS, HILLEBRAND u. a.; SICKENBERGER, Über die sogenannte Qu. des Urteils, 1896; E. J. HAMILTON, Erkennen u. Schließen, 1912. — Vgl. Quantifikation, Urteil. (Vierheit der Begriffe) heißt der logische Fehler, bei welchem ein Schluß (s. d.) statt drei vier Glieder dadurch einer semer Teilbegriffe (Mittelbegriff) äquivok, doppelsinnig ist. Doch z. B. nach F. BRENTANO jeder kategorische Schluß eigentlich vier Termini (Psychol. 1874, I, vgl. Die neuen Theorien der kategorischen Schlüsse, 1891). Vgl. UEBERWEG, System der 1882. (quidditas, das Was-sein, bei ARISTOTELES: xb xl Wesenheit, Wesen (s. d.) eines Dinges, wie es begrifflich-definitorisch bestimmt wird, letzte „Form" (s. d.) eines Dinges oder auch aus Form und Stoff be- ALBERTUS MAGNUS, THOMAS, W. VON OCCAM a.). Vgl. PRANTL, Gesch. d. Logik II, 325 f. (quies, Ruhe) heißt das Streben nach Abkehr vom Lebens- getriebe, nach möglichst passivem, begierdelosem Verhalten, nach kontemplativem, in die Schauung des Göttlichen versenktem Dasein Mystik, Madame GUYON U. a., auch SCHOPENHAUER). (quies, Ruhe): ein den Willen zum Leben stillendes, zur Ver- neinung, zur Willensentsagung, zur Resignation bringendes Mittel, geboten «durch die Erkenntnis des Wesens der Dinge (SCHOPENHAUER, Die als Wille u. Vorstellung, I. Bd., § 68). VgL Pessimismus. Quintessenz (quinta essentia, fünftes Wesen) heißt ursprünglich der (s. d.), den ARISTOTELES den vier Elementen (s. d.) als fünftes hinzu- der aber seiner Feinheit wegen als das vornehmste, erste Element gilt.
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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