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Handwörterbuch der Philosophie
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Raum. empfindungen oder von Gesichts- und Tasteindrücken) leiten die Raumvor- stellung ab LOCKE (Essay concern. hum. understand. II, K. 13, § 2), BERKE- LEY, nach welchem die Entfernung nicht empfunden, sondern beurteilt wird (Theory of Vision, § 46), HUME (Treatise II, sct. 3: der R. betrifft die Ord- nung objektiver Existenz), CONDILLAC (Traite des sensations I, K. 11; III, K. 31), HERDER (Metakritik I, 91, 57 ff.), JAMES MILL (Assoziation, Muskel- empfindungen), TH. BROWN, J. ST. MILL (Verschmelzungen von Empfindungen, „psychische Chemie", Logik II, 460; Examination of Sir W. Hamiltons sophy, S. 276: Zurückführung der Raumvorstellung auf die Zeitvorstellung), (Senses and the Intellect, 1868, S. 245 f.), SPENCER (Psychol., § 332 ff., 69 ff.: Disposition zur Vorstellung ererbt), HELMHOLTZ (Physiol. Optik2, S. 567 ff., 3. A. 1909 ff.), W. v. ZEHENDER (Zeitschr. für 18. Bd., S. 91 ff.) u. a. Den Nativismus, die Lehre von der Ursprünglichkeit oder Unmittelbar- keit des Räumlichen (der Ausdehnung des Wahrnehmungsinhalts) vertreten BENEKE (Lehrb. der 1861, S. 51), JOH. MÜLLER, nach welchem das ursprüngliche Sehen flächenhaft, die Tiefe und Entfernung aber schon Er- fahrungssache ist, wie auch andere Nativisten zugeben (Zur vergleichenden Physiol. des Gesichtssinns, 1826, S. 54 ff.), CLASSEN, PANUM (Über das Sehen, 1858), HERING, nach welchem jedem Netzhauteindruck ein Flächen- und Tiefen- gefühl zukommt (Beitr. zur Physiol., 1861 f., S. 323 ff.), STUMPF (Psychol. Ursprung der Raumvorstellung, 1873, S. 18 ff.; Tonpsychologie II, 1883—90, § 1 ff.), VOL- KELT, KREIBIG, REHMKE 1894, SIGWART, EBBING- HAUS (Grundz. d. Psychol. I, 1905, 423 ff.; die Tiefenvorstellung ist empirisch), JAMES („original Sensation of space", Princ. of Psychol., 1891, II, 134 ff.), DUNAN (Theorie psychol. de 1895), BERGSON (Ursprünglichkeit der Aus- dehnung; et Memoire5, 1909, S. 200 ff.), KÜLPE (Grundr. d. 1893, S. 347 ff.), BÖHMER (Die phys. Theorien der Sinneswahrnehmung, 1868, S. 340 ff.), HILLEBRAND, STÖHR, MACH (Der Wille zur Ausführung von Blick- bewegungen ist die Raumempfindung selbst; diese hat die Funktion, die er- haltungsgemäße Bewegung richtig leiten, Analyse der Empfind.4, 1903, S. ff.; Erkenntnis u. Irrtum, 1906, S. 335 ff.), JODL (Lehrb. d. Psychol., 1909, I8, ff.; Anteil der Erfahrung betont), R. JERUSALEM, H. CORNELIUS, HÖFFDING, HODGSON U. a. Vermittelnd lehrt z. Teil die Verschmelzungstheorie (als „präempi- ristische" welche die Vorstellung aus einem ursprünglichen Verbindungsprozesse ableitet. So HERBART (Reihenbildung mit Umkehrbarkeit, Lehrb. zur Psychol.8, 1887, S. 57 f.; Psychologie als Wissenschaft, 1824/25, I, 488 f.), VOLKMANN VON VOLKMAR (Lehrb. der Psychol., II4, 34 ff.) u. a. Ferner LOTZE, der Begründer der Theorie der „Lokalzeichen" (s. d.). Die Seele macht vermittelst der Lokalzeichen, d. h. der eigentümlichen Färbung, die jede Erregung vermöge des Punktes im Nervensystem, an dem sie statt- findet, erhält, aus Intensivem Extensives, sie ordnet, kraft einer apriorischen Tendenz, die Empfindungen räumlich, veranlaßt durch die Lokalzeichen (Medi- zinische Psychol., 1852, S. 325 ff., 418 ff.). Eine „genetische" theorie („Theorie der komplexen Lokalzeichen") vertritt WUNDT. Die Raum- vorstellung des Tastsinnes ist das „Produkt einer Verschmelzung äußerer Tast- empfindungen und ihrer qualitativ abgestuften Lokalzeichen mit intensiv abge- stuften inneren Tastempfindungen". Die optische Raumvorstellung ist das
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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