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Handwörterbuch der Philosophie
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556 Relation. lichkeit"). Es gibt allgemeingültige, ideale Beziehungen (Philos. Vers., 1776 f., 276 ff., 543 ff.). Der Begriff der Relation ist von der Denkkraft hervorgebracht, und ist nichts außer dem sondern ein „ens rationis". spricht von einem Beziehungsgefühl, aus welchem die de rapports" durch Aufmerksamkeit und Vergleichung entstehen; die Beziehungsbegriffe haben keine eigenen Objekte, aber es gibt reale de 71 ff., 184 ff.). — Die objektive (reale) Grundlage der Relationen betonen viele Vertreter des (s. d.). Absolut gültige (mathematisch-logische) Relationen gibt es nach (s. unten) u. a., ferner nach RUSSELL (vgl. Principles of Mathem. I, 1903, § 27 ff.), COUTURAT (Philos. Prinzipien d. Mathematik, 1908, S. 28 PEIRCE, J. NATORP, RIEHL U. a. (s. Logik). Nach A. MEINONG werden Relationen a priori und evident erkannt (s. Gegenstandstheorie). Die R. sind „Gegenstände höherer Ordnung", „superiora", die durch „inferiora" (Vorstellungen, Objekte) sind. Es gibt Vergleichungs- und Verträglichkeitsrelationen II, 1882, 44 ff., 157; Zeitschr. f. Psychol. II, 1891; VI, 1893; XXI, 1899; XXIV, 1900; zur Gegenstandstheorie, 1904; Die Stellung der Gegenstands- theorie, 1907). Ähnlich HÖFLER (Logik2, 1907, S. 33 ff.), KREIBIG (Relationen der Gleichheit — Ungleichheit und der Abhängigkeit — Unabhängigkeit; intellektuellen Funktionen, 1909, S. 140 f.) u. a. Vgl. Gestaltqualität. Als eine Klasse der („dynamischen") Kategorien (s. d.) betrachtet die (im engeren Sinne) KANT, nach welchem sie Inhärenz uud Subsistenz, Kausa- lität und Dependenz, Gemeinschaft (Wechselwirkung) umfaßt. Die überhaupt sind Formen einheitlicher Verknüpfung möglicher von denen sie a priori gelten, als Bedingungen der Erfahrung (s. A Sie entspringen der Gesetzlichkeit der „reinen Vernunft", sind Bestimmtheiten der Dinge als „Erscheinung" (s. d.) nicht „an sich" (vgl. Apperzeption, Ein- heit, Synthese). Aus dem (absoluten) Ich (s. d.) und dessen leitet die R. FICHTE ab (Grundleg. d. gesamt. Wissenschaftslehre, S. 57)- Sie ist nach SCHELLING die primäre Kategorienklasse (System des transzen- dental. Idealismus, S. 252) und nach E. v. HARTMANN, der sie aus einer „un- bewußten Intellektualfunktion" ableitet, die (Kategorienlehre,. 1896, S. 181 ff.); nach HÖFFDING ist sie die zweite der Kategorien menschL Gedanke, 1911). Vgl. RENOUVIER, Nouvelle 1899, S. 31. Im Sinne KANTS bestimmt NATORP die R. als „Funktionalbeziehung", „Ord- nungssynthese" (Die log. Grundlagen der exakten Wissenschaften, 1910, S. 65 vgl. S. 206: die Funktion als „Relation von Relationen"; vgl. auch COHEN u. a.). Er betont ferner (im Anschluß an Platon), daß im Urteil (s. d.) die Relation die Termini erst im Denken gesetzt werden, nicht durch Termini die Relation (S. 39). Vgl. CASSIRER, Substanzbegriff und begriff, 1910; Jahrb. d. Philos. I, 1913 (Der Gegenstand der Erkenntnis be- steht in Relationen). Psychologisch untersucht die R. TH. LIPPS (vgl. Grundtatsachen des Seelen- lebens, 1883, S. 362). Relationen sind „Weisen, wie Gegenständliches meinem Apperzipieren und durch dasselbe aufeinander bezogen R. werden nicht vorgefunden (vgl. LOTZE (Mikrokosm.6, 1896 II2, 279), sondern entdeckt, Objektive R. ist die „wechselseitige welche der Gegenstand vermöge irgendwelcher ihm anhaftender Bestimmtheiten sich gibt, d. h. die er auf Grund dieser Bestimmtheiten von
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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