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Handwörterbuch der Philosophie
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574 Schicksal — Schlaf. Zeit als das Korrelat der Bestimmung eines Gegenstandes, „ob und wie er zur Zeit gehöre". Der „Schematismus des Verstandes durch die transzendentale Synthesis der Einbildungskraft" läuft auf die „Einheit der (s. d.) hinaus. Die Schemate sind die einzigen Bedingungen, den Kategorien eine „Beziehung auf Objekte, mithin zu verschaffen; sie schränken die Kategorien auf den Gebrauch für die Erfahrung ein, sie „reali- sieren" sie und „restringieren" sie zugleich. Abgesehen von den Schematen haben die Kategorien nur rein logische Bedeutung (als Einheitsformen ohne Objekt), sie sind „nur Funktionen des Verstandes zu Begriffen" (Krit. d. Vern., S. ff.; Kleine Schriften 108 ff.). VgL HERDER, Verstand u. Erfahrung I, 171 ff. (gegen KANT); E. F. APELT, Metaphysik, 1857; hrsg. von R. Otto, S. 170 ff.; SCHOPENHAUER, Die als Wille u. Vorstellung, I. Anhang; F. A. LANGE, Logische Studien, S. 134 (das S. als „unmittelbare psychologische Erscheinung des Begriffs"); CASSIRER, Das Erkenntnisproblem II, 571 f.; 2. A. 1911 (S. = das „Vorbild und gleichsam das Modell zu mög- lichen Gegenständen", Ausdruck der „Konstruktion", des „synthetischen Grund- verfahrens"); EWALD, Kants kritischer Idealismus, 1908, S. H. Kants Lehre vom Schematismus I, 1907. Schicksal bedeutet sowohl das schick" im Sinne der besondern Geschichte, Lebensgestaltung eines Wesens als auch insbesondere die hypostasierte, als einheitliche Macht gedachte, Ge- setzlichkeit, der alles, auch das Handeln des Menschen unterworfen ist. Öfter wurde das S. als eine Macht vorgestellt (auch personifiziert), der niemand (auch nicht die Götter) sich entziehen kann, und der Glaube an das S. wurde zum Fatalismus (s. d.), welcher übersieht, wie zur Gesetzlichkeit des All-Ge- schehens auch das aktiv-freie Wollen und Eingreifen des Menschen gehört, der z. Teü selbst sich sein Schicksal bereitet („In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne"; vgl. EMERSON, Essays: Lebensführung). Als selbständige Macht erscheint das S. bei den Griechen, so bei HOMER, (S. Logos), den Stoikern (Diogen. VII, 149; Stobaeus I, ff.; quaest. II, 36, 45; MARC AUREL, In se IX, 15), im Das Christentum unterordnet das S. der Vorsehung (s. d.; vgl. MAGNUS, Sum. Theol. I, 68, 3). Vgl. LEIBNIZ, Theodizee. — Vgl. Notwendig- keit, Gesetz, Willensfreiheit, Charakter, Faule Vernunft. Schlaf ist ein physiologisch-psychischer Zustand, der beim Menschen und vielen Tieren periodisch sich einstellt, aber auch künstlich hervorgerufen werden kann (Gehirndruck, narkotische Stoffe, Langweile, Suggestion u. Der (physiologische) S. besteht (in der Regel) in einer Herabsetzung der Nervenenergie, in einer Dissimilation auf Grund einer Erschöpfung des Sauer- stoffes in den Geweben, einer Anhäufung von „Ermüdungsstoffen", die organische Substanz lähmen; infolge des Ausruhens derselben, durch Ab- schließung von äußeren Reizen, wird die Assimilation wieder gesteigert und die Dissimilation herabgesetzt (vgl. VERWORN, Die Mechanik des Geistes2, 1910, S. 85 ff.). Psychologisch zeigen sich im S. die aktiven Geistesfunktionen selbst in als Traum (s. d.) bezeichneten Zwischenstadien herabgesetzt, während im Stadium des Tiefschlafes das Bewußtsein ganz (oder fast ganz) gehemmt erscheint. Ein Maß für die Tiefe des Schlafes gibt die Herabsetzung der Reiz- barkeit für Sinnesreize; die „Weckschwelle" ist der Tiefe umgekehrt
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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